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25.02.2026
Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat im Uno-Sicherheitsrat den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu aufgefordert, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Dies sei keine Geste der Schwäche, sondern ein Schritt der Verantwortung, sagte Macinka am Dienstag in in New York.
Keine Armee könne den Willen eines Volkes brechen, das sich entschieden habe, frei zu sein, sagte der Chef der tschechischen Diplomatie zur Lage in der Ukraine. Macinka zog dabei eine Parallele zur Geschichte des eigenen Landes: In Tschechien kenne man zu genau die Situation, wenn andere über das eigene Schicksal entscheiden würden. Damit spielte der Minister sowohl auf das Münchner Abkommen von 1938 als auch auf den Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen 1968 an.
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24.02.2026
Der Aufsichtsrat des Staatlichen Investmentfonds für Landwirtschaft (SZIF) hat bei seiner Sitzung am Dienstag den Direktor der Behörde, Petr Dlouhý, aufgefordert, unverzüglich die Rückzahlung der an den Agrofert-Konzern gezahlten Fördergelder zu veranlassen. Das Unternehmen war bis vor Kurzem im Besitz von Premier Andrej Babiš (Partei Ano). Ein Eintreiben der unrechtmäßig geleisteten Subventionen könne nur der Direktor des Fonds beschließen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Tomáš Dubský (Stan) vor Journalisten. Die Aufforderung an Dlouhý ist allerdings nicht rechtlich bindend.
Die geforderten Rückzahlungen beziehen sich auf den Förderzeitraum von 2017 bis 2021. Der Staatliche Investmentfonds für Landwirtschaft hatte bereits am Vormittag in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, man werde überprüfen, ob die Übertragung von Babišs Agrofert-Konzern in den Treuhandfonds RSVP Trust im Einklang mit dem tschechischen und europäischen Recht ist. Zudem wird die Auszahlung von Subventionen in Gesamthöhe von 68 Millionen Kronen (2,8 Millionen Euro) beendet.
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24.02.2026
Der tschechische Verein Klimatická žaloba (Klimaklage) hat eine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht. Den Aktivisten zufolge unternimmt der tschechische Staat keine hinreichenden Schritte zur Linderung des Klimawandels. Damit versage man beim Schutz der Rechte der Bevölkerung, hieß es am Dienstag.
Der tschechische Klimaklageverein hat rund 400 Mitglieder. Die Gruppierung hatte sich in der Vergangenheit bereits an tschechische Gerichte gewandt, dort aber kein Recht bekommen. Zuletzt hatte im November das Verfassungsgericht einen Antrag abgelehnt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat sich in der Vergangenheit bereits mit einem ähnlichen Fall beschäftigt. So hatte 2024 eine Gruppe von Seniorinnen aus der Schweiz in Straßburg Recht bekommen. Auf dieses Urteil bezieht sich nun auch die Initiative aus Tschechien.
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24.02.2026
Der ehemalige Kapitän der tschechischen Fußballnationalmannschaft Vladimír Darida kehrt in den Kader des Teams zurück. Der 35-jährige Mittelfeldspieler wolle die Mannschaft bei den Play-offs zur Weltmeisterschaft unterstützen, hieß es am Dienstag.
Darida war bis 2021 Teil der tschechischen Nationalmannschaft. Er stand 76-mal für das Team auf dem Rasen, achtmal schoss er ein Tor. Derzeit spielt Darida für Hradec Králové, in der Vergangenheit kickte er auch für den SC Freiburg und Hertha BSC.
Bei den Play-offs kämpft Tschechien um die Teilnahme an der diesjährigen Fußballweltmeisterschaft. Die erste Begegnung findet am 26. März in Prag statt, der Gegner ist Irland.
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24.02.2026
In Tschechien wurde 2025 mehr Kohle gefördert als im Vorjahr. Wie aus den Statistiken des Industrie- und Handelsministeriums hervorgeht, gewann man in den Gruben und Tagebauten vergangenes Jahr 25,6 Millionen Tonnen. Das waren rund zwei Prozent mehr als 2024. 95 Prozent der Gesamtmenge entfielen auf Braunkohle, der Rest auf Steinkohle.
Momentan wird in Tschechien nur noch Braunkohle abgebaut, die letzte Steinkohlegrube im Land schloss Anfang Februar. Die Regierung rechnet derzeit damit, bis 2033 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Die Energieunternehmen peilen teils noch frühere Termine für den Kohleausstieg an.
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24.02.2026
Am Mittwoch ist es in Tschechien überwiegend heiter. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 8 bis 12 Grad.
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Jahrestag der russischen Invasion: Pavel dankt Unterstützern der Ukraine, Babiš hofft auf Kriegsende
24.02.2026In Tschechien wurde am Dienstag an den vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erinnert. Staatspräsident Petr Pavel empfing mehrere Unterstützer der Ukraine und Vertreter von Hilfsorganisationen auf der Prager Burg. Dabei begrüßte er, dass es in Tschechien viele Menschen gebe, die an der Seite der Ukrainer stünden. Zugleich kritisierte Pavel den Hass gegenüber Hilfsbedürftigen in einigen Teilen der tschechischen Gesellschaft.
Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) schrieb im Netzwerk X, der russische Krieg sei sinnlos und durch nichts zu rechtfertigen. Er hoffe auf einen baldigen Frieden, so der Kabinettschef.
Anlässlich des Jahrestages wurde an mehreren offiziellen Gebäuden die Ukraine-Fahne gehisst, darunter am Regierungssitz sowie an einigen Ministerien. Die Lage in der Ukraine sowie die Sicherheit in Tschechien und Europa waren am Dienstag zudem Thema einer öffentlichen Anhörung im Senat. Die eingeladenen Regierungsvertreter sagten dafür allesamt ab. Premier Babiš begründete dies mit Zeitmangel. Zudem führte er aus, dass der Ukraine-Krieg im Regierungsprogramm keine Rolle spiele und sich das Kabinett stattdessen um das alltägliche Leben der Bürger in Tschechien kümmere.
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24.02.2026
Die französische Staatsanwaltschaft hat noch nicht entschieden, ob gegen Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ein Strafverfahren eingeleitet wird. Anlass sind dessen Immobilienkäufe im Süden des Landes. Wie die französische Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) am Dienstag auf Anfrage der Presseagentur ČTK mitteilte, habe man die Akten der Ermittler bisher noch nicht erhalten. Zuvor hatte es von der Behörde geheißen, dass die Untersuchungen des Falls um den Jahreswechsel 2025/2026 herum abgeschlossen werden.
Die französischen Strafverfolgungsbehörden beschäftigten sich mit einer Transaktion, die mit den sogenannten Pandora Papers zusammenhängt. Laut der Tageszeitung Le Monde soll Babiš 2009 für 14 Millionen Euro über mehrere Offshore-Unternehmen eine Villa in Südfrankreich erworben haben. Der tschechische Premier stritt die Vorwürfe der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung in der Vergangenheit ab. Dass die französischen Behörden tatsächlich ein Verfahren gegen Babiš einleiten, gilt als unwahrscheinlich, da er in seiner Rolle als ausländischer Regierungschef derzeit Immunität in Frankreich genießt.
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24.02.2026
Für den Unfall des Dienstwagens von Tschechiens Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) in Prag war der Fahrer des Regierungsautos verantwortlich. Darüber informierte am Dienstag die Presseagentur ČTK und verwies auf Informationen eines Sprechers der Prager Polizei.
Zu der Kollision mit einem anderen Pkw war es Montagmorgen gekommen. Polizeiangaben zufolge soll der Škoda Superb des Ministers mit Blaulicht unterwegs gewesen sein. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, ein Alkoholtest fiel bei beiden Fahrern negativ aus. Klempíř setzte seine Reise nach dem Zusammenprall mit einem anderen Fahrzeug fort, später ließ er sich zur Kontrolle ins Militärkrankenhaus einliefern. Dort wurden jedoch keine gesundheitlichen Komplikationen festgestellt.
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24.02.2026
In Prag ist am Dienstag die Führung der tschechischen Armee bei der Sitzung der Befehlshaber zusammengekommen. Eröffnet wurde die Konferenz von Tschechiens Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos), der in seiner Rolle als Ressortchef zum ersten Mal an der Versammlung teilnahm. Zůna betonte in seiner Rede, die Sicherheit des Landes hänge nicht ausschließlich davon ab, wie hoch die Verteidigungsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt seien. Weiter betonte er, dass die Kürzungen im Staatshaushalt keinesfalls die Modernisierungsvorhaben der Armee gefährdeten.
Zu den Rednern bei der Versammlung zählte am Dienstagmorgen auch Generalstabschef Karel Řehka. Dieser wird vermutlich im Sommer aus seinem Amt ausscheiden. Bei seinem Auftritt kritisierte Řehka die geplanten Einsparungen der tschechischen Regierung im Verteidigungssektor. Er betonte, dass sich die angespannte Sicherheitslage in absehbarer Zeit nicht bessern werde.
Die Befehlshaber der tschechischen Armee kommen zweimal im Jahr zu einer großen Sitzung zusammen. Beim letzten Treffen im Herbst vergangenen Jahres hatte auch Staatspräsident Petr Pavel zu den Armeespitzen gesprochen.
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