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26.02.2026
Die gesetzlich vorgeschriebene Einführung der neuen Lehrpläne für die Kindergärten und Grundschulen in Tschechien wird um ein Jahr verschoben. Darüber informierte Bildungsminister Robert Plaga (parteilos) am Donnerstag. Die Novelle für die Kindergärten sollte ursprünglich ab September 2027 und die für die Grundschulen ein Jahr später gelten.
Den Aufschub begründete Plaga mit einer fehlenden Unterstützung für die Bildungseinrichtungen. Er wolle erreichen, dass der künftige Lehrplan für alle Betroffenen verständlich sei, so der Minister. Die neuen Vorgaben, die 2024 vom damaligen Bildungsminister Mikuláš Bek (Stan) genehmigt wurden, führen unter anderem einen verpflichtenden Englischunterricht ab der ersten Klasse ein.
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26.02.2026
Das tschechische Innenministerium zieht seine Berufung zurück im Rechtsstreit mit der jetzigen Regierungspartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) wegen deren Nennung im Extremismusbericht für 2020. Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) begründete den Schritt am Donnerstag auf X damit, dass die Berufung Anfang Februar dieses Jahres beim Obersten Gerichtshof Tschechiens ohne seine Anweisung und hinter seinem Rücken eingereicht worden sei.
Das damals sozialdemokratisch geführte Innenministerium führte die SPD im Extremismusbericht für 2020 als xenophob ausgerichtete populistische Gruppierung auf. Die Partei hat deswegen mehrfach Klage eingereicht. Mehrere rechtsgültige Urteile befanden, dass mit dem Eintrag gegen die Rechte der Partei verstoßen worden sei.
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26.02.2026
Tschechien gehört zu jenen Staaten in Europa, in denen der Ausbau von Windenergieanlagen am langsamsten vorankommt. Auf dem gesamten Kontinent kamen im vergangenen Jahr 19,1 Gigawatt hinzu, die aus Wind gewonnen wurden. Tschechien hatte daran mit 13 Megawatt einen Anteil von 0,07 Prozent. Dies geht aus der neusten Statistik des internationalen Verbandes WindEurope hervor.
Den Daten der hiesigen Fachvereinigungen zufolge gibt es in Tschechien derzeit mehr als 200 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 372 Megawatt. Dies entspricht einem Prozent der einheimischen Stromproduktion.
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26.02.2026
Am Freitag scheint in Tschechien fast überall die Sonne. Vereinzelt gibt es am Morgen Nebel oder Hochnebel, der sich im nordwestlichen Landesteil örtlich den ganzen Tag halten kann. Die Tageshöchsttemperaturen liegen verbreitet bei 12 bis 16 Grad, in Mähren und Nordböhmen gehen sie aber mitunter nicht über 10 Grad hinaus.
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26.02.2026
Für das System der Rentenversicherung in Tschechien ist 2025 ein Defizit von 9,2 Milliarden Kronen (380 Millionen Euro) bilanziert worden. Damit konnte das Minus vom Vorjahr auf rund ein Fünftel reduziert werden. Diese Zahlen veröffentlichte das Finanzministerium am Donnerstag.
Demnach stiegen die Einnahmen im vergangenen Jahr wieder schneller an als die Ausgaben für die Renten und ihre Verwaltung. Die Versicherungen nahmen insgesamt 712,7 Milliarden Kronen (29,4 Milliarden Euro) ein und zahlten 722 Milliarden Kronen (29,8 Milliarden Euro) aus.
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26.02.2026
Tschechien wird nach Aussagen von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) mit Sicherheit nicht den Weg einschlagen, der zu einer Anhebung der Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) führt. Dies sagte Babiš am Donnerstag in einem Interview für das Nachrichtenportal Deník.cz. Laut Regierungsprogramm habe die Ukraine für sein Kabinett keine Priorität, so der Premier. Er fügte hinzu, um den Krieg müssten sich US-Präsident Donald Trump, die EU-Spitzen sowie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kümmern.
Die Nato-Staaten, zu denen auch Tschechien gehört, hatten vergangenes Jahr beschlossen, bis 2035 ihre Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent des BIP zu erhöhen. Weitere 1,5 Prozent sollen für nicht-militärische Investitionen in dem Ressort aufgebracht werden. Babiš lehnte dies auf Deník.cz ab mit der Begründung, Priorität hätten die Gesundheit und eine lange Lebenszeit der Bewohner Tschechiens.
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26.02.2026
Die Leitung des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Rundfunks (ČRo) hat bisher weder vom Außenministerium noch einer anderen staatlichen Behörde eine offizielle Benachrichtigung erhalten über Kürzungen im diesjährigen Etat für den Auslandssender Radio Prag International (RPI). Ebenso wenig sei die Einstellung der Finanzierung von RPI im kommenden Jahr bislang bestätigt, teilte ČRo-Sprecherin Lidija Erlebachová am Mittwoch auf Anfrage der Presseagentur ČTK mit.
Eine Kürzung und folgende Streichung der Gelder für RPI aus dem Staatshaushalt hatte Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) unlängst im Abgeordnetenhaus angekündigt. Es gibt bereits einen Antrag mehrerer Parlamentarier der Oppositionspartei Top 09, die die geplanten Kürzungen für dieses Jahr durch eine Verschiebung im Staatshaushalt verhindern wollen.
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26.02.2026
Tschechien will in der EU eine Debatte über eine Änderung des vorübergehenden Schutzstatus für ukrainische Kriegsflüchtlinge eröffnen. Dies kündigte das Innenministerium am Mittwoch in einer Presseerklärung an, nachdem Ressortleiter Lubomír Metnar (Partei Ano) in Berlin mit seinem dortigen Amtskollegen Alexander Dobrindt (CSU) zusammengetroffen war.
Laut Mitteilung vertrat Metnar in diesem Gespräch die Ansicht, der Umfang des derzeit geltenden Schutzstatus müsse eingegrenzt werden, etwa in Bezug auf die geografische Herkunft einer Person oder andere Kriterien. Dieses Thema habe den Großteil der Beratung mit Dobrindt eingenommen, so das Ministerium. Daneben seien aber auch Fragen der Migration und Grenzkontrollen angesprochen worden.
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26.02.2026
Der tschechische Landwirtschaftsminister Martin Šebestyán (parteilos) hat in seinem Ressort das Amt eines Lebensmittel-Ombudsmannes eingerichtet. Wie der Minister am Donnerstag in einer Pressekonferenz informierte, übernimmt diese Funktion der bisherige Sektionsleiter Jindřich Fialka. Dessen Aufgabe wird es laut Šebestyán sein, die Transparenz in der Lebensmittelkette zu erhöhen und die Rechte der Verbraucher sowie der einheimischen Produzenten zu schützen.
Die Einrichtung der neuen Stelle sei nicht mit mehr Kosten oder einem höheren Bürokratieaufwand verbunden, betonte der Minister. Vielmehr spiele sie eine wichtige Rolle bei der Umsetzung der Regierungspläne, für gute und bezahlbare Lebensmittel zu sorgen.
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26.02.2026
Die Europäische Kommission fordert in einem Brief an die tschechische Regierung eine Darlegung, wie ein Interessenkonflikt von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) vermieden wird. Zudem erwartet die Kommission die Zusicherung, dass keine europäischen Fördergelder an den Konzern Agrofert ausgezahlt werden, solange die Angelegenheit nicht endgültig gelöst ist. Über diesen Brief berichtete am Mittwoch das Nachrichtenportal Seznam Zprávy.
Babiš ist der Gründer von Agrofert und war bis vor kurzem Mehrheitseigentümer. Vergangene Woche hatte er mitgeteilt, dass er seine Aktien an den unabhängigen RSVP Trust übergeben habe. Der Brief der Europäischen Kommission wurde laut Seznam Zprávy noch vor dieser Information verfasst. Das Schreiben ist an das tschechische Ministerium für Regionalentwicklung adressiert, das für die Beantwortung nun einen Monat Zeit hat.
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