• 18.09.2002

    Die EU-Kommission will Landwirte in den Flut-Gebieten Tschechiens und der Slowakei beim Wiederaufbau stärker unterstützen. Dazu soll der EU-Anteil an den staatlichen Beihilfen für die Landwirte in den Beitritts-Kandidatenländern erhöht werden. EU-Agrarkommissar Franz Fischler schlug am Mittwoch in Brüssel vor, den Höchstsatz für staatliche Beihilfen von 50 auf 75 Prozent und den EU-Beitrag an den Beihilfen von 75 auf 85 Prozent anzuheben. Das tschechische Landwirtschaftsministerium hatte am Mittwoch die vom Hochwasser angerichteten Schäden für die heimische Agrarwirtschaft mit 8,6 Milliarden Kronen (ca. 290 Million Euro) angegeben.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2002

    Tschechische Unternehmer und Firmen, die von der Flutkatastrophe betroffen wurden, können im Rahmen des Regierungsprogramms "Rekonstruktion" Bürgschaften über zinsgünstige Kredite erlangen. Über die 600 Million Kronen (ca. zwei Millionen Euro), die noch für dieses Jahr bereitgestellt wurden, können die Unternehmen schon ab Montag verfügen. Das Programm wird im nächsten Jahr fortgesetzt. Über die Höhe der dann greifenden finanziellen Unterstützung werde im Rahmen der Verabschiedung des Staatshaushalts entschieden, sagte der Direktor der Böhmisch-Mährischen Garantie- und Entwicklungsbank (CMZRB), Ladislav Macka, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur CTK.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2002

    Die Flutkatastrophe im August hat dem Prager Schulwesen einen Gesamtschaden von über 138 Millionen Kronen (ca. 4,6 Millionen Euro) zugefügt. Laut Angaben des Prager Rathauses weist allein die Summe für den Verlust von Lern- und Lehrhilfsmitteln den Betrag von 16 Millionen Kronen auf. Die Schäden sind beträchtlich, sie dürfen aber kein Grund dafür sein, dass die Schulentwicklung in Prag gestoppt würde, sagte dazu Ratsherr Jan Tomcík am Mittwoch vor Journalisten.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2002

    Die tschechische Währung ist am Mittwoch sofort nach Geschäftsbeginn auf 30,20 Kronen pro Euro und später auf 30,16 Kronen pro Euro gestiegen. Der Anstieg des Wechselkurses sei eine Reaktion auf die Beruhigung der Regierungskrise, sagte der Dealer der Ceska Sporitelna Viktor Mikulecky dazu der Nachrichtenagentur CTK.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2002

    Mit der Zeugenvernehmung zweier ehemaliger Offiziere des tschechoslowakischen Staatssicherheitsdienstes (StB), die während der Invasion der Armeen der Warschauer Paktstaaten in der Tschechoslowakei im August 1968 im engen Kontakt mit den damaligen Verfassungsvertretern standen, ist am Mittwoch in Prag der Prozess gegen die ranghohen Funktionäre des damaligen kommunistischen Regimes, Jozef Lenárt und Milos Jakes, fortgesetzt worden. Beide Zeugen zeigten sich jedoch nicht in der Lage, dem Gericht wesentliche Informationen hinsichtlich der Konstituierung einer so genannten Arbeiter- und Bauern-Regierung zu geben. Gerade auf den Versuch, eine Arbeiter- und Bauernregierung zu gründen, um den Einmarsch der Armeen der Ostblockstaaten in die Tschechoslowakei zu legalisieren, läuft die Anklage auf Vaterlandsverrat bei Jakes und Lenárt hinaus.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2002

    Der Flughafen Prag Ruzyne hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres 4,283 Millionen Passagieren abgefertigt. Dies bedeutet einen Anstieg von 1,8 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte die Pressesprecherin der Verwaltung der tschechischen Flughäfen, Vlasta Pallova, am Mittwoch der Nachrichtenagentur CTK mit.

    Autor: Lothar Martin
  • 18.09.2002

    Die Tschechischen Bahnen und die Deutsche Bahn AG haben am Mittwoch wieder den Verkehr von Güterzügen am Grenzübergang Decin/Bad Schandau aufgenommen. Dieser war wegen der Überschwemmungen im August eingestellt worden. Das gab der Sprecher der Tschechischen Bahnen (CD), Petr Stahlavsky, über die Nachrichtenagentur CTK bekannt. Über die Wiederaufnahme des Verkehrs von Personenzügen werde die Tschechische Bahn diese Woche mit ihren deutschen Kollegen verhandeln.

    Autor: Lothar Martin
  • 17.09.2002

    Die Verteidigung des tschechischen Luftraumes wird in der Zeit der Austragung des NATO-Gipfels in November in Prag in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe der USA, sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur CTK der Generalstabschef Jiri Sedivy. Über die konkrete Ausführung wird derzeit debattiert, fügte Sedivy hinzu. Die Stationierung der US-Überschallflugzeuge in Tschechien wäre Sedivy zufolge eine Möglichkeit.

  • 17.09.2002

    Die bisher gemeldeten Hochwasserschäden betragen 42 Milliarden Kronen " d. h. ca. 1 Milliarde 400 Millionen Euro, informierte Am Montag das öffentlich- rechtliche Tschechische Fernesehen. In den Angaben des Finanzministeriums sind jedoch noch nicht die Schäden miteinberechnet, die das Hochwasser in der Hauptstadt Prag verursachte. Diese werden auf 15 Milliarden Kronen " umgerechnet ca. 500 Millionen Euro " geschätzt. Nach Worten des Prager Oberbürgermeisters Igor Nemec können genauere Schätzungen noch nicht gemacht werden, da bisher nicht klar ist, in welchem Zustand die Prager Metro ist.

  • 16.09.2002

    Die drei Minister der Freiheitsunion/der Demokratischen Union (US-DEU) werden nur in dem Falle zurücktreten, wenn die Sozialdemokratische Partei (CSSD) den mit den Christdemokraten (KDU-CSL) und den Unionisten geschlossenen Koalitionsvertrag kündigen wird. Premier Vladimir Spidla (CSSD) hat am Montagvormittag die drei Minister der liberalen Freiheitsunion (US-DEU) zum Rücktritt aufgefordert. "Wenn die in den Medien veröffentlichte Aufforderung des Premierministers bedeutet, dass die Sozialdemokratie den Koalitionsvertrag kündigt, dann wird die Freiheitsunion - einschließlich mich - das Kabinett verlassen," erklärte einer der unionistischen Minister Vladimir Mlynar nach der Sitzung des Parteivorstands am Montag. Er betonte jedoch, seine Partei warte auf eine klare und verständliche Antwort, ob die Sozialdemokratische Partei die Existenz einer Koalition mit KDU-CSL und der US-DEU beendet habe oder nicht. Der amtierende Chef der Unionisten Ivan Pilip sagte, seine Partei sei bereit nach Lösungen zu suchen, um die Stabilität zu bewahren und zu verhindern, dass sich die kommunistische Partei faktisch an der Regierung beteiligt.

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