• 25.09.2002

    Die SPD wünscht sich eine selbstkritische Debatte in Tschechien über historische Probleme der gegenseitigen Koexistenz, einschließlich der sogenannten "Benes-Dekrete", sowie über die Möglichkeiten eines Dialogs mit den vertriebenen Sudetendeutschen. Die SPD stellte wiederholt fest, dass diese Dokumente dem EU-Beitritt Tschechiens nicht im Wege stehen, meldete am Mittwoch die tschechische Nachrichtenagentur CTK. "Wir müssen eine Lösung finden, bei der beide Seiten - auch die tschechische Seite - voranschreiten werden," stellte die Vorsitzende der Deutsch-Tschechischen Parlamentariergruppe im Bundestag Petra Ernstberger gegenüber der Nachrichtenagentur CTK fest. Der SPD-Sprecher für europäische Angelegenheiten Günter Gloser verwies auf die Notwendigkeit einer offenen und selbstkritischen Diskussion in Tschechien.

  • 25.09.2002

    Die Vertreter des Landkreises Vysocina haben am Dienstag ein Abkommen über die Zusammenarbeit deren Landkreises mit Niederösterreich gebilligt. Darüber wurde die Nachrichtenagentur am Mittwoch von einem Vertreter des Landkreises informiert. Das Abkommen wurde unter Teilnahme der Staatspräsidenten der beiden Länder am 5. September in Znojmo/Znaim unterzeichnet.

  • 25.09.2002

    Der Chef eines Klubs in der bekannten Stodolni-Strasse im Stadtzentrum von Ostrava ist am Dienstag von der Polizei beschuldigt worden, dass er harte Drogen und Marihuana verkaufte. Der 33-jährige, dem jetzt Freiheitsentzug bis zu 10 Jahren droht, soll Drogen direkt im Klub oder auf der Straße verkauft haben. Beim Beschuldigten wurden auch viele gestohlene Personalausweise und Reisepässe gefunden.

  • 25.09.2002

    Auch wenn am Mittwoch die zwei Prager Moldaubrücken - die Jirasek- und die Liben-Brücke - nach der Flutkatastrophe wieder geöffnet wurden, um den Stadtverkehr zu erleichtern, gab es gleich Probleme auf der Jirasek-Brücke. Die an die Brücke anknüpfende Ressl-Gasse bleibt jedoch auch weiterhin gesperrt, und deswegen bildeten sich lange Autokolonnen.

  • 24.09.2002

    Die Fortsetzung der rot-grünen Regierungskoalition nach den Wahlen in Deutschland wird wahrscheinlich zu einer schnelleren Erzielung von Stellungnahmen zu offenen Fragen in den EU Beitrittsgesprächen führen. Dies sagte der Chefunterhändler der Tschechischen Republik mit der Europäischen Union Pavel Telicka, der am Dienstag in Brüssel Gespräche über Landwirtschaft führte. Inhaltlich müsse man bei den Beitrittsgesprächen nichts ändern, meint Telicka.

  • 23.09.2002

    Die Tschechische Republik wird höchstwahrscheinlich in der kommenden Woche bei den Verhandlungen mit der Europäischen Union das wichtige Kapitel "Wirtschaftlicher Wettbewerb" abschließen. Dieser Schritt war lange Zeit verhindert worden, weil die EU unzufrieden darüber war, dass zwei nordmährische Eisenhütten weiterhin staatlich subventioniert wurden, ohne dass die Subventionen an ein entsprechendes Restrukturierungsprogramm gekoppelt waren. Dieses Programm wurde von der tschechischen Seite erst vor kurzem erstellt.

    Autor: Lothar Martin
  • 22.09.2002

    Das Ergebnis der slowakischen Parlamentswahl ist von Politikern in Tschechien am Sonntag als großer Schritt des Landes in Richtung NATO und EU gewertet worden. Entsprechend äußerte sich auch Präsident Vaclav Havel, der sich gegenwärtig zu einem offiziellen Besuch in den USA aufhält. Senatspräsident Petr Pithart sagte, falls die Partei von Vladimir Meciar tatsächlich nicht in der Regierung vertreten sein werde, gebe es für die Slowakei kaum ein Hindernis mehr auf dem Weg in europäische und nordatlantische Strukturen. Auch andere tschechische Abgeordnete zeigten sich in einer Rundfunkumfrage überzeugt, dass die kommende Koalition den Reformweg der Regierung von Ministerpräsident Mikulas Dzurinda fortsetzen wird.

    Premier Vladimir Spidla betonte im Tschechischen Rundfunk, die wahrscheinliche Bildung einer Rechtsregierung in der Slowakei stünde auch für gute Beziehungen mit der tschechischen Regierung.

  • 22.09.2002

    Die NATO wird während ihres Gipfeltreffens Ende November in Prag auch über einen möglichen Krieg gegen den Irak diskutieren. Diese Entscheidung hätten hochrangige NATO-Vertreter in den vergangenen Tagen während einer nicht öffentlichen Tagung in der tschechischen Hauptstadt getroffen, berichtete der Prager Rundfunk am Sonntag. Daneben stünden im November die Erweiterung des Bündnisses, die Koordinierung verschiedener Waffengattungen und die Beziehung der NATO zu Nichtmitgliedern auf dem Programm.

    Den Vorsitz der Prager Tagung habe in den vergangenen Tagen der stellvertretende NATO-Generalsekretär Edgard Buckley gehabt, berichtete der tschechische Rundfunk. Während des Treffens hätten die Vertreter der Allianz auch über eine bessere Sicherung vor chemischen und biologischen Waffen diskutiert, hieß es.

  • 22.09.2002

    Der Hejtman des Mährisch-schlesischen Landkreises, Evzen Tosenovsky, wird sich auf dem außerordentlichen Kongress der Bürgerdemokratischen Partei (ODS) im Dezember um den Partei-Vorsitz bewerben, den gegenwärtig Vaclav Klaus innehat. Tosenovsky will damit auf das schlechte Abschneiden der ODS in den Abgeordnetenhaus-Wahlen vom Juni reagieren. Zu der Kandidatur hätten ihn ODS-Mitglieder aus allen Teilen des Landes aufgerufen, begründete Tosenovsky am Sonntag seine Entscheidung.

  • 22.09.2002

    In Tschechien gelten seit Sonntag landesweit neue Telefonnummern. Auf Grund einer Angleichung an EU-Normen sind nun alle Nummern mit Ausnahme der Rettungsdienste neunstellig. In diese Zahl ist bereits die jeweilige neue Ortsvorwahl integriert, die nicht mehr extra gewählt werden muss. Die Änderung betrifft neben etwa vier Millionen Festnetzstationen auch rund acht Millionen Mobiltelefone. Am internationalen Format der Nummern hat sich nichts geändert.

    Die dreistündige Änderung in der Nacht zu Sonntag, die nach Angaben der Tschechischen Telecom weitgehend problemlos verlief, war die umfangreichste Umstellung bisher in Europa. Die Kosten werden auf umgerechnet 33 Millionen Euro geschätzt. Die Änderung ist auch eine Voraussetzung für eine Liberalisierung des tschechischen Telekommunikationssektors.

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