Janina Hrebickova repräsentiert Tschechien im Irak

Janina Hrebickova (Foto: CTK)

Bis vor kurzem hat kaum jemand in Tschechien den Namen Janina Hrebickova gekannt. Mittlerweile wissen schon viele, dass diese Frau derzeit als bedeutende Persönlichkeit der tschechischen Diplomatie gilt. Von der Regierung wurde sie kürzlich als Repräsentantin der Tschechischen Republik beim Wiederaufbau des Irak ernannt. Ein kleines Portrait hat Jitka Mladkova vorbereitet:

Janina Hrebickova  (Foto: CTK)
"Es ist eine höchst qualifizierte Person für diese anspruchsvolle Arbeit. Wir glauben, dass sich in absehbarer Zeit weitere Experten anschließen werden."

Mit diesen Worten charakterisierte Außenminister Cyril Svoboda die 42-jährige Janina Hrebickova bei ihrer Vorstellung vor der Öffentlichkeit. In den vergangenen 13 Jahren sammelte diese erfahrene Journalistin und UNO-Mitarbeiterin zahlreiche Erfahrungen in verschiedenen Krisengebieten der Welt, vor allem aber auf dem Balkan. Fast ununterbrochen war sie an den Kriegsschauplätzen im ehemaligen Jugoslawien tätig. Im Jahre 2002 war sie politische und Medienberaterin des französischen Bürgermeisters in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Drei Jahre zuvor hatte man sie vor die Aufgabe gestellt, im Kosovo binnen eines Monats einen multiethnischen TV-Sender aufzubauen. Sie schaffte es in drei Wochen mit einem internationalen 19-köpfigen Team, in dem auch Vertreter der verfeindeten Konfliktparteien kooperierten.

Diejenigen, die Janina Hrebickova kennen, sagen, sie zähle zur Gattung der außerordentlichen Frauen, die bereit sind, bis ans Ende der Welt zu gehen, um dort zu helfen, wo es nötig ist. Als ihr vergangene Woche der US-amerikanische Ex-General Jay Garder bei einem ungeplanten Treffen im irakischen Basra das Angebot machte, ihn für ein paar Tage nach Bagdad zu begleiten, zögerte sie keine einzige Minute, griff nach ihrer Aktentasche und stieg in Garder´s Flugzeug ein - ihr Reisegepäck blieb in einem kuwaitischen Hotel. Janina Hrebickova soll nun in der nächsten Zeit u.a. tschechische Interessen beim Wiederaufbau des Irak repräsentieren und versuchen, auch tschechische Firmen in diesen Prozess mit einzubeziehen. Keine leichte Aufgabe!