Karel Gott gerührt über „Goldene Henne“
Der tschechische Schlagerstar ist bei einer Gala in Leipzig für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.
„Vor solch einem Publikum, in dem sich große Namen versammeln, bin ich immer etwas angespannt, ob ich die richtigen Worte wähle und die richtigen Songs.“
Gott erinnerte in Leipzig daran, dass vor genau 50 Jahren seine Karriere in Deutschland begann – und sich ihm damit die Türen in die ganze Welt geöffnet hätten. Er habe sich „als kleiner Bub immer gewünscht, einmal um die ganze Welt zu reisen“, so der Schlagersänger. Der Applaus für den 78-jährigen, der in Plzeň / Pilsen geboren wurde, aber als „Goldene Stimme aus Prag“ zu Ruhm gelangte, wollte gar nicht aufhören.
„Ich bin froh, dass alles gut geklappt hat und ich Standing Ovations geerntet habe. Mein Name steht nun neben großen Namen sowohl aus der Politik, als auch aus der Musikbranche“, so Gott.Die Goldene Henne erhalten haben etwa der frühere tschechische Präsident Václav Havel, aber auch Michail Gorbatschow oder etwa Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl.
Karel Gott ist schon mit sehr vielen Preisen bedacht worden. In seiner tschechischen Heimat besitzt er praktisch ein Dauerabonnement auf den Publikumspreis Český slavík (Nachtigall). Den könnte er dieses Jahr zum 20. Mal gewinnen. Gegenüber dem Tschechischen Rundfunk zeigte sich der „Sinatra des Ostens“ dennoch sehr gerührt über die neue Auszeichnung in Deutschland, den Jurypreis für sein Lebenswerk:
„Mir wird das ja immer erst so nach und nach bewusst, welche Bedeutung so etwas für mich hat. Auch in der früheren DDR habe ich mein Publikum gehabt. Ich bin häufiger dort hingefahren, habe dort Konzerte gegeben und bin auch in sehr beliebten Fernsehshows aufgetreten. Der Preis bedeutet für mich, dass dies gewürdigt wurde und mir nun etwas zurückgegeben worden ist. Das erfüllt mich mit dem wunderbaren Gefühl, dass ich wohl weitermachen sollte. Denn eine Auszeichnung für das Lebenswerk kann ja nicht bedeuten, dass man dann sagt: Gott sei mit dir.“Karel Gott sang in Leipzig im Übrigen das Cover „Für immer jung“ sowie ein sozusagen posthumes Video-Duett mit der Entertainerin Helga Hahnemann, an die mit der „Goldenen Henne“ erinnert wird. Zuvor hatte der NDR-Kinderchor für ihn die „Biene Maja“ intoniert, seinen absolut größten Hit.







