„Duschen, Anziehen, Essen und Radio Prag – das gehört zum Tagesablauf immer dazu…“
Im Prager Funkhaus hatten wir vor kurzem Besuch: Einer unserer Hörer war bei uns zu Gast. Im folgenden Hörerforum haben wir für Sie ein Interview mit ihm, außerdem zitieren wir aus Ihren Briefe und E-Mails.
Herr Wolf, Sie sind langjähriger Hörer von Radio Prag. Seit wann hören Sie unsere Sendungen?
„So genau kann ich das nicht sagen, ich würde mal sagen so zehn oder fünfzehn Jahre höre ich jetzt regelmäßig Radio Prag.“
"Ich bin dann quasi aus Versehen über Radio Prag gestolpert. Bei Ihrem Sender bin ich dann auch hängen geblieben.“
Wie sind Sie auf unsere Sendungen gestoßen. Hatten Sie zuerst Interesse an Tschechien oder an Radio Prag?
„Ich habe irgendwann einmal festgestellt, dass ich tschechische Vorfahren habe, und wollte mehr darüber wissen. Damals war das mit dem Internet noch nicht ganz so verbreitet, aber man konnte auch schon nachgucken. Ich bin dann quasi aus Versehen über Radio Prag gestolpert. Bei Ihrem Sender bin ich dann auch hängen geblieben.“
Sie haben Vorfahren aus Tschechien. Haben Sie hierzulande vielleicht auch Verwandte gefunden?
„Verwandte habe ich keine gefunden. Sie sind alle in den letzten Kriegstagen aus Děčín geflüchtet. Alle meine Verwandten, die ich kenne oder die teilweise nicht mehr leben, sind mitgegangen. Was da genau war, weiß ich nicht. Aber vielleicht gibt es noch irgendwelche Leute. Ich muss noch mal recherchieren. Es wäre möglich. Auf alle Fälle ist es interessant, nach seinen Wurzeln zu suchen.“Haben Sie Děčín schon besucht?
„In Děčín war ich. Das hieß ja früher Bodenbach, war mit der Brücke zweitgeteilt. Da waren wir einmal mit meiner Tante. Jetzt wird es ganz verrückt: Meine Tante ist Amerikanerin. Sie hat nach dem Krieg einen Amerikaner geheiratet, ist jetzt schon 86 Jahre alt und hat noch ein paar Erinnerungen gehabt. Wir waren in Děčín, und sie hat mir alles ganz genau gezeigt. Ich bin vor dem Wohnhaus gestanden. Obendrauf ist die Schäferwand, so eine Burg, da hat mein Opa immer Geige gespielt, wurde mir erzählt. Ich habe das alles angeschaut.“
Sind Sie ein regelmäßiger Hörer von Radio Prag?„Ja, täglich höre ich Radio Prag. Kurzwelle geht ja nicht mehr, aber am Computer – oder ich lade mir den Podcast auf mein Handy. Duschen, Anziehen, Essen und Radio Prag – das gehört zum Tagesablauf immer dazu.“
Welche Themen sind für Sie besonders interessant? Ist es die Politik, oder sind es andere Themenbereiche?
"Aktuell bei der Flüchtlingskrise wird dies ja benannt, da gibt es unterschiedliche Positionen. Ich finde es sehr interessant, sich umfassend zu informieren.“
„Ich finde es rundherum interessant: Kultur oder Prag, aber auch den Hörerbriefkasten natürlich. Das betrifft ebenso die Politik, weil man da auch die Unterschiede sieht, wie es die Tschechen sehen oder wie es die Deutschen sehen. Aktuell bei der Flüchtlingskrise wird dies ja benannt, da gibt es unterschiedliche Positionen. Ich finde es sehr interessant, sich umfassend zu informieren.“
Als täglicher Hörer unserer Sendungen kennen Sie sich wohl sehr gut mit Tschechien aus. Interessieren Sie sich so umfassend auch für ein anderes Land?
„Ich bin auch noch ein Freund von China. Ich war auch schon paar Mal in China. Tschechien gehört mein Interesse aufgrund meiner Wurzeln. Und Peking habe ich schon paar Mal bereist, das hat mir auch sehr gefallen – das Land, die Leute, die Kultur. Ich war dort auch beim Radiosender. Das sind so meine zwei Hauptländer. Aber Tschechien ist viel näher, da kann man öfters hinfahren.“
Besuchen Sie denn auch öfters die Tschechische Republik?„Ich bin jetzt das zweite Mal da und denke, dass ich hier öfters herkommen werde. Ich habe jetzt gerade bei meiner Sightseeing-Tour gemerkt, dass man das unmöglich in zwei drei Tagen machen kann. Da werde ich schon öfters kommen müssen.“
Soweit unser Hörer Dietmar Wolf aus Hammelburg. Liebe Hörerinnen und Hörer, wenn Sie mal nach Prag reisen, melden Sie sich bei uns an. Wir freuen uns, wenn wir Sie kennenlernen können. Eine gute Gelegenheit zu einem Treffen ist die geplante Geburtstagsfeier von Radio Prag, zu der wir Sie herzlich einladen möchten. Sie wird am 22. Juni stattfinden, wir werden das aber in unseren Sendungen noch genauer ankündigen.
Nicht in Ton, sondern in Schrift wollen wir im Folgenden auch weitere Stimmen unserer Hörer zitieren. Hans Joachim Pellin aus Lübz hat einen konkreten Beitrag bei uns kommentiert:„Besonders interessant fand ich den Beitrag über ‚Pragkontakt‘. Ich finde es sehr gut, wenn bei Klassenfahrten fundiertes Wissen vermittelt wird und nicht nur der Event-Charakter im Vordergrund steht. Allein aus diesem Grund finde ich solch eine Einrichtung wie ‚Pragkontakt‘ sehr gut. Erstaunt hat mich auch die Nachricht, dass weitere christliche Iraker Tschechien verlassen haben. Dies wird bestimmt verschiedene Ursachen haben.“
Soweit Hans Joachim Pellin. Joachim Thiel aus Wuppertal hat sich für eine weitere QSL-Karte bedankt und dabei seine Gedanken über die Bedeutung der Auslandssendungen aufgeschrieben:„Die Auswahl der QSL-Motive finde ich wieder sehr gelungen. Auch gefallen mir Ihre Beilagen sehr, und es ist immer eine Überraschung, was jeweils dazugelegt wird. Es gefällt mir immer wieder, Ihre Sendungen einzuschalten, wenn es auch, wegen meines Hobbys, schöner wäre, könnte man Sie über Kurzwelle empfangen. Aber dazu besteht leider momentan keine Möglichkeit, wie Sie schon mehrmals berichteten. Ich empfange gerne die Sendungen aus anderen Ländern, weil man dann die Geschehnisse aus erster Hand erfährt und sich schon oft wundern kann, wie sehr sich diese von den Nachrichten hier in Deutschland unterscheiden beziehungsweise es Themen gibt, die hierzulande gar nicht erwähnt werden.“
„Ein Kompliment muss ich auch für die wahrlich gelungene Internetpräsenz von Radio Prag aussprechen.“
Karl-Heinz Grüttner aus Nobitz bedankt sich ebenfalls für die neue QSL-Karte. Er sagt, die diesjährige Serie gefalle ihm ausgezeichnet. Und weiter schreibt Karl-Heinz Grüttner:
„Ein Kompliment muss ich auch für die wahrlich gelungene Internetpräsenz von Radio Prag aussprechen. Es sind nicht nur aktuelle Nachrichten, die man hier lesen und hören kann, es ist die große Themenvielfalt, die mich begeistert und immer wieder zum Stöbern einlädt. Auch ist alles sehr schön übersichtlich geordnet und in archivierten Projekten eingebunden. So ist es auch kein Wunder, dass es für mich als geschichtlich interessierten Menschen hier besonders viel zu entdecken gibt. So beschäftige ich mich gerade mit den Projekten ‚Erster Weltkrieg‘ und ‚Tschechien und die Slowakei – 20 Jahre getrennt‘. Schön, dass man auch alles anhören kann. Ein wirklich wertvolles Archiv ist da entstanden.“
Vielen Dank für Ihr Lob, Herr Grüttner. Sie haben noch einige Fragen zum Thema Arbeitslosenversicherung in Tschechien gestellt. Diese werden wir in einer unserer nächsten Sendungen beantworten.Und das war’s für heute. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen, Lob oder Kritik haben, dann schreiben Sie uns per Post an: Radio Prag – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an: [email protected]. Machen Sie es gut, und auf Wiederhören in zwei Wochen!







