Mehr Besucher, mehr Einsätze: Tschechischer Bergrettungsdienst bilanziert die Wintersaison
Die Bergretter in Tschechien wurden im Winter 2024/2025 zu mehr als 7000 Einsätzen gerufen. Traditionell hatten sie im Riesengebirge am meisten zu tun, wo sie bei 2746 Vorfällen eingreifen mussten.
Die Zahl der Einsätze des tschechischen Bergrettungsdienstes (Horská služba) ist in der vergangenen Wintersaison gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent gestiegen. Vom 1. Dezember 2024 bis zum 7. April dieses Jahres gab es 7092 Einsätze, während in der vorangegangenen Saison bis Ende April nur in 4713 Fällen die Bergwacht gerufen wurde. So liegt der zurückliegende Winter statistisch gesehen auf dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Da gute Schneebedingungen vorherrschten und es kaum größere Wetterschwankungen gab, wurden nach Angaben der Bergretter dieses Jahr mehr Menschen in die Berge gelockt. Die Wintersaison 2023/2024 war hingegen außergewöhnlich schwach, was vor allem auf das Tauwetter im Februar zurückzuführen ist.
Laut dem Leiter des Bergrettungsdienstes René Mašín gab es schwierige Einsätze in allen tschechischen Berggebieten. „Manche Einsätze sind kompliziert wegen des Zustands des Patienten, andere sind mit einer komplizierten Bergung und dem Abtransport aus dem Gelände verbunden, einige mit einer Suche nach dem Patienten“, so Mašín. Bei Skifahrern und Snowboardern waren die Verletzungen an den oberen und unteren Gliedmaßen am häufigsten, oft verbunden mit einer Gehirnerschütterung. Bergretter wurden auch häufig von unerfahrenen Besuchern gerufen, die für Bergwanderungen unzureichend ausgerüstet waren und ihre Fähigkeiten überschätzten.
Mehr als 2050 Einsätze wurden von den Bergrettern in Zusammenarbeit mit den medizinischen Rettungsdiensten durchgeführt. In 135 Fällen musste ein Hubschrauber eingesetzt werden.







