Dvořáks Klavierkonzert: Aufnahme der Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Jakub Hrůša

Jakub Hrůša und Ivo Kahánek

Anfang der Woche war der Chefdirigent der Bamberger Symphoniker in den Medien: Denn Jakub Hrůša geht im September 2028 zur Tschechischen Philharmonie und wird dort sowohl Chefdirigent als auch musikalischer Leiter. Aus dieser Top-Nachricht der Kultur ergibt sich auch das Thema unseres MusikCzech. Denn wir haben heute eine Aufnahme mit Hrůša am Dirigentenpult. Konkret ist es Antonín Dvořáks einziges Klavierkonzert.

Natürlich haben wir nach einer Einspielung von Dvořáks Klavierkonzert in g-Moll mit Jakub Hrůša und den Bamberger Symphonikern gegriffen. Am Piano ist Ivo Kahánek, also ein Landsmann Hrůšas.

Die Einspielung wurde vom BBC Music Magazine geehrt, und zwar erhielt sie den Preis für die beste Aufnahme des Jahres 2020 in der Kategorie Konzert. Das Album wurde von der tschechischen Plattenfirma Supraphon in Koproduktion mit dem bayerischen Radiosender BR-Klassik im September 2019 herausgegeben. Neben dem genannten Werk von Dvořák ist auf der Einspielung noch Bohuslav Martinůs viertes Klavierkonzert „Incantation“ zu hören.

Jakub Hrůša stammt aus dem südmährischen Brno / Brünn und studierte Dirigieren am Konservatorium in Prag. Seit 2016 ist er Chefdirigent der Bamberger Symphoniker. Gemeinsam haben sie eine Reihe bedeutender Auszeichnungen gewonnen, so etwa den Preis der deutschen Schallplattenkritik oder den Antonín-Dvořák-Preis der tschechischen Akademie für klassische Musik. Außerdem fungiert Hrůša seit 2018 als Haupt-Gastdirigent der Tschechischen Philharmonie, die er dann in gut drei Jahren in Vollzeit musikalisch leiten wird.

Und als ob das nicht genug wäre, übernimmt der 43-Jährige ab September noch den Posten des Musikdirektors der Royal Opera London – neben weiteren ausländischen Engagements am Dirigentenpult.

Jakub Hrůša gilt mittlerweile als der weltweit gefragteste tschechische Dirigent der Gegenwart.

Autor: Till Janzer
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