Doppelhochhaus „Sisters“ in Pilsen geplant – mit Respekt vor der Kathedrale

In drei Jahren soll in Plzeň / Pilsen ein neues Hochhaus namens „Sisters“ stehen. Es wird aber die ikonischen Kathedralentürme nicht überragen.

Foto: Miras Group

Der Neubau „Sisters“ wird aus zwei Türmen bestehen, die 94 und 83 Meter hoch sind. Laut Architekt Václav Ulč werden sie durch ein Element verbunden sein, sodass sie an sich zwei umarmende Schwestern erinnern. In den Gebäuden sollen 175 Wohnungen entstehen, womit es sich um das drittgrößte Wohnhaus in ganz Tschechien handeln wird. Dies teilte die örtliche Bau- und Investorengruppe Miras Group am Mittwoch der Presseagentur ČTK mit.

Michal Fictum | Foto: Miras Group

Die Hochhäuser werden laut Entwurf niedriger sein als die St.-Bartholomäus-Kathedrale, das Wahrzeichen von Pilsen. Deren beiden Türme messen 102 Meter. Im obersten Stockwerk von „Sisters“ ist eine öffentliche Aussichtsplattform geplant. Die Baukosten werden mit 1,5 Milliarden Kronen (62 Millionen Euro) kalkuliert, die laut Miras Group aus Privat- und Bankquellen aufgebracht werden.

„Als geborener Pilsener empfinde ich, dass es eine neue Dominante braucht, die das moderne Gesicht der Stadt unterstreicht“, äußert Miras-Geschäftsführer Michal Fictum.

Foto: Miras Group

In beiden Gebäudeteilen entstehen dem Entwurf zufolge über 15.000 Quadratmeter Wohn-, Büro und Gewerbefläche. Auf dem Dach des höheren Turmes werden zudem vier unterschiedlich hohe Masten installiert, die die vier Flüsse der Stadt symbolisieren. Sie können wie ein Leuchtturm in verschiedenen Farben erstrahlen – etwa in Blau und Rot, wenn der Fußballklub Viktoria ein Heimspiel habe, heißt es von der Miras Group.

Foto: Miras Group

Außerdem würden die Dächer mit Grünanlagen versehen, betont Ulč vom Pilsner Büro AVE architekt:

„Die neuen Hochhäuser geben der Stadt Energie und Selbstvertrauen. Sie werden ein Spiegel der Kathedrale sein, die eine einzigartige und die wichtigste Dominante von Pilsen ist. ‚Sisters‘ wird sie nicht überragen.“

Autor: Daniela Honigmann | Quelle: ČTK
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