Duell der unbesiegten Europa-League-Teams: Pilsen gegen Freiburg

Trainer Martin Hyský und die Spieler von Viktoria Pilsen bei der Vorbereitung auf das Europa-League-Spiel gegen den SC Freiburg

Am frühen Donnerstagabend empfängt Viktoria Pilsen den SC Freiburg in der Europa League. Es ist das Duell zweier bisher unbesiegter Spitzenteams des zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs.

Für Plzeň / Pilsen ist es der zehnte Anlauf, um erstmals einen deutschen Bundesligisten in einem internationalen Pflichtspiel zu besiegen. Außerdem würden sich die Schützlinge von Trainer Martin Hyský damit einem Weiterkommen in der Europa League annähern. Die Westböhmen haben derzeit acht Punkte und liegen auf Platz acht, der Gegner aus dem Breisgau hat zehn Punkte und ist Zweiter in der Tabelle.

Trainer Hyský betonte im Vorfeld der Begegnung in der Doosan-Arena allerdings:

 Viktoria Pilsens Trainer Martin Hyský | Foto: Matteo Ciambelli,  DeFodi Images / Profimedia

„Wir wollen von Spiel zu Spiel schauen. Wir denken überhaupt nicht darüber nach, wohin uns das führt und der Wievielte wir in der Tabelle sind. Natürlich sind wir froh und zufrieden, dass wir bisher nicht verloren haben. Wer wäre das nicht? Vier Begegnungen in der Europa League gegen schwere Gegner, und wir haben so viele Punkte. Ich denke, wir vertreten den tschechischen Fußball sehr gut. Und ich glaube daran, dass wir auf diesem Weg fortschreiten werden“, so der Coach.

Und zu den Gästen aus Südbaden merkte Martin Hyský an:

„Uns erwartet ein extrem schwerer Gegner. Es ist kein Zufall, dass sie in der vergangenen Saison Fünfte wurden in der Bundesliga und nun europäisch spielen. Das spricht von einer gewissen Qualität.“

Auch auf Freiburger Seite ist der Respekt groß. Trainer Julian Schuster bezeichnete die Pilsner bei der Pressekonferenz am Mittwochabend als „definitiv sehr unangenehm“ und erläuterte:

„Es ist eine Mannschaft, die mit viel Leidenschaft und auch viel Härte gegen den Ball agiert. Sie spielt zudem sehr mannorientiert.“

Und der Freiburger Übungsleiter hob auch hervor, dass Pilsen mit dieser Spielweise in dieser Europa-League-Saison bereits beim AS Rom gewinnen konnte.

Im Übrigen hat der SC Freiburg früher Fußballer aus Pilsen in seinen Reihen gehabt, allen voran Vladimír Darida. Mit dem heutigen Mittelfeldmotor des FC Hradec Králové spielte Schuster mehrere Jahre zusammen.

Im Pilsner Team schaut wiederum der Linksverteidiger beziehungsweise linke Schienenspieler Merchas Doski ganz besonders der Begegnung entgegen:

„Ich bin in Deutschland aufgewachsen. Für mich wird es also ein spezielles Spiel. Ich freue mich und hoffe, dass wir gewinnen“, sagte der gebürtige Hannoveraner und irakische Nationalspieler der Presseagentur ČTK.

Doski hatte die vergangenen beiden Runden in der Europa League verpasst, nachdem er am zweiten Spieltag gegen Malmö FF glatt Rot gesehen hatte. Der 25-Jährige war 2022 von Wacker Innsbruck zum tschechischen Erstligisten 1. FC Slovácko gewechselt. Seit dieser Saison trägt er das Dress von Pilsen.

Der SC Freiburg spielte letztmals 2013 in Tschechien. Am fünften Spieltag der Europa League konnte der Bundesligist damals mit 2:1 bei Slovan Liberec gewinnen.

Autor: Till Janzer | Quelle: ČTK
schlüsselwort:
abspielen