Tschechisch gesagt: Das geht ins Geld
Geld haben, ohne Geld sein, ins Geld gehen oder auch aufs Geld versessen sein. Rund um das Geld drehen sich viele Wortgefüge. Mehr im Folgenden in unserem Sprachkurs.
Entweder hat man viel Geld – spoustu peněz, wenig Geld – málo peněz oder gar nichts. Das ist oft der Inhalt der Wendungen. Ist jemand reich, hat er Geld – být při penězích. In einer solchen Lage kann man viel Geld ausgeben – utrácet hodně peněz. Denn man hat „Geld wie Mist“, im Tschechischen allerdings „Geld wie Eisen“ – mít peněz jako želez. Ein reicher Mensch kann sogar im Geld ertrinken – topit se v penězích. Man sagt auch, er weiß nicht, wohin mit dem Geld – neví co s penězi. Manch einer führt ein aufwendiges Leben, das dann ins Geld geht, im Tschechischen kriecht – leze to do peněz. Hat man einen Job, in dem man viel verdient, heißt es: Er kommt auf einen schönen Batzen Geld – Přijde si na pěkné peníze.
Nicht immer reichen aber die Einkünfte. Manchmal hat man kein Geld – být bez peněz. In der Umgangssprache heißt es auch – být švorc. Also schwarz sein. Das Tschechische hat sich da wie bei vielen anderen Wörtern der Umgangssprache mit dem Deutschen beholfen. In einem solchen Fall muss man dann oft mit Bedauern feststellen: Ich habe dafür kein Geld – Na to nemám peníze. Wenn etwa die Eltern wenig verdienen – vydělávat peníze, von ihren Kindern aber um teure Anschaffungen gebeten werden, lässt sich erwidern: Denkst du, dass ich das Geld selbst drucke? – Myslíš, že ty peníze tisknu? Oder man sagt im Sinn von „Das Geld liegt nicht auf der Straße“ auf Tschechisch: Ich sammle das Geld nicht auf der Straße – Nesbírám peníze na ulici.
Ist jemand geldgierig, kann man von ihm sagen, er ist aufs Geld versessen – je vysazený na peníze. Im Tschechischen reicht aber vollkommen – je na peníze. Auf Wiederhören! Na slyšenou!







