„Porsche­-Tram“ fährt seit 20 Jahren durch Prag

Die Škoda 14T-Straßenbahn, die den Spitznamen „Porsche“ trägt, erschien in 3 verschiedenen Designs. Von links: das PID-Design von 2021, in der Mitte das Kotas-Design von 2016 und rechts das Design von 2006

Im Januar 2006 wurde die Straßenbahn Škoda 14T erstmals in Prag eingesetzt. Aufgrund ihres vom Porsche Design Studio gestalteten Äußeren wird sie auch „Porsche“ genannt.

Straßenbahn Skoda 14T | Foto: Archiv von DPP

Als die erste 14T auf den Gleisen erschien, waren die Erwartungen hoch: Es war eine moderne Straßenbahn in einem futuristischen Design, teilweise mit Niederflurtechnik und mit einer Kapazität von 270 Fahrgästen. Doch schon bald traten Probleme auf. Fahrgäste kritisierten die schmalen Gänge und die ungewöhnliche Sitzanordnung. Und schon 2014 wurden die Fahrzeuge aufgrund technischer Mängel vollständig stillgelegt.

Straßenbahn 14T in PID visual design | Foto: Archiv von PID

Erst nach einer Serie von Reparaturen und Umbauten gingen die 14T-Straßenbahnen wieder in Betrieb. Der Innenraum wurde neu gestaltet, die Sitze wurden nicht mehr längst, sondern quer angeordnet, neue Haltestangen und Böden wurden eingebaut. Heute sind in Prag 55 der ursprünglich 60 Wagen im Einsatz, hauptsächlich auf Strecken mit weniger scharfen Kurven. Obwohl ihre Anfänge schwierig waren, wurden die „Porsche-Trams“ zu einem festen Bestandteil des Prager Straßenbildes.

Straßenbahn Skoda 14T | Foto: Archiv von DPP

Faktencheck: Škoda 14T

• Im Einsatz seit: 2006

• Zahl der Einheiten: 60 (heute 55)

• Länge: 31 m

• Kapazität: 270 Fahrgäste

• Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h

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