International Classical Music Award für tschechischen Dirigenten Jakub Hrůša
Der tschechische Dirigent Jakub Hrůša wurde bei den diesjährigen International Classical Music Awards (ICMA) als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet. Die Bamberger Symphoniker, bei denen er seit 2016 als Chefdirigent fungiert, erhielten zudem einen „Special Achievement Award“ und wurden von der Jury unter anderem als ein „Leuchtturm künstlerischer Exzellenz“ gelobt.
Die Jury der International Classical Music Awards hat die diesjährigen Preisträger Mitte Januar bekannt gegeben. In ihrer Begründung hieß es, Jakub Hrůša, der den böhmischen Klang des Bamberger Symphonieorchesters wiederbelebt habe, zähle zu den größten Dirigenten unserer Zeit und sei gleichermaßen in der Welt der Symphonie sowie der Oper zu Hause. Sein Dirigieren zeichne sich durch ein tiefes Einfühlungsvermögen in die Musik und optimale Transparenz aus, ohne dabei die innere Harmonie der Partitur zu beeinträchtigen. Jede Phrasierung, jedes Rubato, jedes Accelerando und jede Akzentuierung sei stimmig, füge sich logisch in den Gesamtfluss ein und diene der Aufführung, wodurch die Partituren ihren tiefen, bedeutungsvollen Charakter erhielten. So das Lob der Experten.
Der heute 44-jährige Hrůša ist seit 2016 Chefdirigent der Bamberger Symphoniker und bleibt es noch bis 2029. Seit September 2025 ist der Tscheche zudem Musikdirektor am Royal Opera House in London, ab 2028 tritt er auch die Stelle als Chefdirigent und Musikdirektor der Tschechischen Philharmonie an. Er setzt sich seit Langem für die Förderung tschechischer Musik und ihrer Komponisten auf den renommiertesten Bühnen der Welt ein. Hrůša präsentiert regelmäßig Werke von Antonín Dvořák, Leoš Janáček, Bedřich Smetana und Josef Suk mit führenden Orchestern, darunter die Berliner, Wiener und die New Yorker Philharmoniker.
Dennoch hat er natürlich auch deutsche und österreichische Musik im Repertoire. Bereits 2022 haben Dirigent Jakub Hrůša und die Bamberger Symphoniker einen International Classical Music Award in der Kategorie symphonische Musik gewonnen, und zwar für ihre Einspielung der 4. Symphonie von Anton Bruckner. Ein Jahr später folgte ein Preis für die CD mit der Symphonie Nr. 1 von Hans Rott, der Komposition „Blumine“ von Gustav Mahler und dem symphonischen Präludium c-Moll von Anton Bruckner.
„Wer ist Hans Rott?“ Gustav Mahler gibt die bedeutungsvolle Antwort: der „Begründer der neuen Symphonie, wie ich sie verstehe.“ So steht es im Text der Deutschen Grammophon zur Aufnahme von Hans Rotts Symphonie Nr. 1. Voller Energie und Tiefe und mit atemberaubend samtiger Klangkultur spielten die Bamberger Symphoniker unter ihrem Chefdirigenten Jakub Hrůša, heißt es.
Die ICMA werden seit 2011 jährlich verliehen. Sie werden von Chefredakteuren internationaler Musikzeitschriften, Musikkritikern und unabhängigen Medienschaffenden vergeben. Die Verleihung der Awards wird im Rahmen eines Gala-Konzerts unter Mitwirkung der Bamberger Symphoniker und Jakub Hrůšas am 18. März im Joseph-Keilberth-Saal in Bamberg stattfinden.
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