Raus aus dem Ghetto: Ida Kelarová motiviert Roma-Kinder durch Gesang zu selbstbestimmtem Leben
Ida Kelarová hat ihr ganzes Leben dem Gesang und der Arbeit mit Emotionen gewidmet. Als Solosängerin und Gesangslehrerin und später auch als Chorleiterin und Produzentin wurde sie zu einer Persönlichkeit der europäischen Musikszene. Sie war auch die erste Roma-Frau in Tschechien, die mit einer hohen staatlichen Auszeichnung geehrt wurde – 2023 erhielt sie von Präsident Petr Pavel die Auszeichnung „Für Verdienste um den Staat auf dem Gebiet der Kultur, Bildung und Ausbildung“. Am 10. Februar feiert Kelarová ihren 70. Geburtstag.
Ida Kelarová kann auf eine lange Karriere als Musikerin und Sängerin zurückblicken. In den letzten Jahren betreut sie dabei zunehmend Kinder und Jugendliche. 2011 gründete sie den Gesangchor „Chavorrenqe“ für Kinder und Jugendliche der Roma-Minderheit und beeinflusste durch ihre Arbeit die Lebenswege von Dutzenden von ihnen.
„Roma-Kindern fehlt oft das Gefühl, in der Gesellschaft willkommen zu sein. Ihr Weg aus dem Teufelskreis von Siedlungen und Ghettos in eine Welt, in der man etwas von ihnen erwartet, in der sie an sich selbst glauben und etwas erreichen können, ist einer der schwierigsten. Der Chavorrenqe-Chor bietet den Kindern ein Umfeld, das sie motiviert, ihre Träume nicht aufzugeben und ihre Lebensgeschichte zu verwirklichen“, so die Gründerin und Chorleiterin.
Seit 2014 arbeitet der Chor eng mit der Tschechischen Philharmonie zusammen. Zu den gemeinsamen Projekten zählen mehr als einhundert Konzerte in Tschechien und der Slowakei, Rumänien, Österreich und Großbritannien sowie Hunderte von Workshops. 2018 entstand die gemeinsame CD „Hej Romale“ mit Roma-Liedern.








