Vor 35 Jahren: Leopold Sulovský war der erste Tscheche auf dem Mount Everest

Leopold Sulovský

Vor genau 35 Jahren erreichte der Bergsteiger Leopold Sulovský als erster Tscheche den höchsten Berg der Welt. Am 17. Mai 1991 bestieg er mit einer italienischen Expedition den 8848 Meter hohen Gipfel – zu einer Zeit, als moderne Ausrüstung noch nicht selbstverständlich war.

Die Bedingungen bei dem Aufstieg waren extrem: schlechte Sicht, starker Wind und Temperaturen von minus 40 Grad. Der schwierigste Teil war ein fünfzig Meter langer Felsvorsprung in einer Höhe von 8450 Metern. Sulovský bewältigte ihn ohne Sauerstoffgerät.

Dramatische Momente und außergewöhnliche Leistungen

Vor dem Gipfelsturm geriet die Expedition in eine unerwartete Situation: Ein Bergsteiger war bewegungsunfähig und musste versorgt werden. Vier Tage lang wurde er ins Basislager gebracht. Erst dann konnten die anderen Mitglieder ihren Aufstieg fortsetzen.

Leopold Sulovský | Foto: Dan Krzywon,  ČTK

Sulovský erreichte schließlich den Gipfel im Erstaufstieg über das Norton-Couloir an der Nordseite des Berges. „Ich war in ausgezeichneter körperlicher und geistiger Verfassung“, erinnerte er sich später.

Nach seiner Everest-Besteigung unternahm Sulovský noch weitere Expeditionen – so bestieg er beispielsweise den Dhaulagiri, den Makalu, den Pik Ibn Sina (Pik Lenin) und den Pumori und leitete erfolgreiche Expeditionen zum K2 und zum Broad Peak.

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