Tschechien: Wo die Atomkraft nicht die Meinungen spaltet

In der sechsten Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ geht es um die tschechische Haltung zur Atomkraft.

Die Atomenergie ist in Tschechien Staatsräson. Die Regierungen kommen und gehen, aber an der Kernkraft halten alle fest. Auch in der Gesellschaft hat sie eine große Unterstützung. In Třebíč etwa gibt es ein Hotel namens „Atom“ und eine Baseballmannschaft, die unter dem Namen „Třebíč Nuclears“ Turniere bestreitet. Wenige Kilometer weiter ist im Kraftwerk Dukovany der Bau weiterer Reaktorblöcke in Planung, und auch an der Grenze zu Sachsen könnte einmal ein AKW stehen.

Aber worin liegt die große Unterstützung für die Atomkraft begründet? Wie weit sind die Pläne für all die Bauvorhaben? Und geht diese Haltung zu Lasten des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Tschechien? Das sind die Fragen für die sechste und abschließende Folge der dritten Staffel von „Sechsmal Tschechien“ – dem Podcast der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und von Radio Prag International.

Zu Wort kommen diesmal Jan Kaliba, Klimakorrespondent des Tschechischen Rundfunks, und Štěpán Kochánek, Vorsitzender der staatlichen Atomaufsichtsbehörde Tschechiens (SÚJB). Außerdem schildert die Abgeordnete Gabriela Svárovská ihre Sicht auf die Dinge. Sie gehört der grünen Partei Zelení an, die als einzige Parlamentspartei gegen einen Ausbau der Kernenergie ist. Der Bürgermeister von Dukovany, Miroslav Křišťál (parteilos), schildert, wie es ist, im Schatten eines Atomkraftwerks zu leben.

Der Podcast „Sechsmal Tschechien“ präsentiert auch in seiner dritten Staffel sechs gesellschaftspolitische Themen und wie sie hierzulande diskutiert werden. Er entsteht in Zusammenarbeit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit Radio Prag International. Zu finden sind alle Staffeln von „Sechsmal Tschechien“ auf den gängigen Podcast-Portalen.

Autoren: Ferdinand Hauser , Ivo Vacík
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