„Ohne Radio Prag würde mir etwas fehlen…“

Foto: Khalil Baalbaki, Archiv des Tschechischen Rundfunks

Kommentare und Anmerkungen von unseren Hörerinnen und Hörern.

Seilbahn Ještěd | Foto: Milan Drahoňovský,  CzechTourism
Wir beginnen mit einer Anmerkung in eigener Sache: Vor einiger Zeit war das Webformular für Empfangsberichte außer Betrieb. Manche von Ihnen haben uns darauf aufmerksam gemacht, wofür ich mich bedanke. Nun haben wir den Fehler behoben, worauf ich gerne hinweisen möchte. Sie können diesen Weg wieder für die Übersendung Ihrer Berichte nutzen. Wir werden diese gerne mit unseren QSL-Karten belohnen.

Zu den QSL-Karten übrigens noch eine Frage von Frank Unglaube aus Hamburg:

„Könnte ich Ihnen nicht gleich mehrere Empfangsberichte auf einmal zuschicken, die dann mit verschiedenen QSL-Karten bestätigt werden? So sparen Sie sich das viele, viele Porto bei jedem einzelnen Kartenversand.“

Diese Variante ist möglich, Herr Unglaube. Manche Hörer machen es auch schon seit langem so. Und wir freuen uns darauf, gleich mehrere Empfangsberichte auf einmal von Ihnen zu bekommen.


Dampfer auf der Moldau  (Foto: Miloš Ruml,  ČTK)
Frank Unglaube hat sich außerdem in einer E-Mail vom Sommer dieses Jahres für die – wie er schreibt – „stets informativen und tollen Sendungen“ bedankt:

„Es macht wirklich Spaß, Ihren tollen Programmen zu lauschen, sei es Volksmusik oder ‚Dies und Das‘ über Tschechien. Sie sind immer am Puls der Zeit. Ich glaube, ohne Radio Prag würde mir etwas fehlen. Radio Prag war übrigens der erste deutschsprachige Sender, mit dem mein DX-Hobby begann. Und das ist immerhin auch schon wieder 44 Jahre her. Was war das damals für eine Freude, eine QSL-Karte aus Prag zu erhalten. Leider senden Sie ja nicht mehr über die Kurzwelle, dennoch höre ich Sie auch weiterhin (eben) übers Internet. Und das bereitet mir nach wie vor sehr viel Freude.“

Cheb  (Foto: Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag)
Und uns freut Ihre Begeisterung, Herr Unglaube. Herzlichen Dank für Ihre Zuschrift. Und bleiben Sie auch nach 44 Jahren Radio Prag weiter treu!

In einer Ausgabe des Hörerforums haben wir Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, gebeten, Ihre Erlebnisse und Erfahrungen von einer Reise nach Tschechien zu schildern. Dieter Feltes aus Pyrbaum hält sich öfters hierzulande auf, wie er schreibt:

„Immer wieder besuche ich mit meiner Frau die Randgebiete entlang der Grenze zu Deutschland. Besonders gut gefällt mir die Stadt Cheb / Eger. Hier hat sich sehr viel getan. Die alten unbrauchbaren Häuser wurden abgerissen und teilweise durch Parkanlagen ersetzt. Es lässt sich auch sehr gut in den großen Geschäften einkaufen. Die Auswahl ist riesig, und auch die Verkaufsflächen sind sauber. Ich werde versuchen, auch in Zukunft weitere, im Landesinneren befindliche Städte zu besuchen. Mir persönlich gefallen die Märkte, die von den Touristen nicht so besucht werden.“

Lokomotiven-Ausstellung in Chomutov  (Foto: Jan Beneš,  Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Bernhard Henze aus Belgershain macht in seiner Zuschrift auf eine Ausstellung in Nordböhmen aufmerksam:

„Es ist eine Lokomotiven-Ausstellung vom Technischen Museum in Prag in der Außenstelle Chomutov. Dort sind in beiden Ringlokschuppen Lokomotiven ausgestellt, die bei Ihnen im Land gebaut wurden und auch gefahren sind. Für einen Eisenbahnfan ein ‚Muss‘! Im letzten Jahr war die Ausstellung nur ganz kurz geöffnet, doch nun ist es gut, dass man sich zu einer längeren Öffnung entschlossen hat. An den Wochentagen ist der Besucherdrang nicht so groß, und man hat somit die Gelegenheit, die Maschinen ‚abzulichten‘. Viele von ihnen habe ich noch bei Besuchen in Ihrem Land fahren gesehen… gut, dass man sie bewahrt hat!“

Vielen Dank für Ihren Tipp, Herr Henze. Falls Sie mehr über die Ausstellung erfahren möchten, empfehle ich unseren Artikel dazu vom Juli dieses Jahres. (http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/schienenfahrzeug-depot-ist-gut-besucht-historische-zuege-sind-es-nicht.) Die Lokomotiven-Ausstellung läuft allerdings nur noch bis zu diesem Sonntag.

Foto: Martina Schneibergová
Einen Tipp haben wir aber auch für Frank Unglaube, der noch Folgendes geschrieben hat:

„Da ich Briefkästen aus aller Herren Länder fotografiere, würde mich die Geschichte der tschechischen Briefkästen sehr interessieren. Damit Sie wissen, was ich meine: Mich interessieren nur die staatlich aufgestellten Kästen, keine privaten. So habe ich mittlerweile auf meinen Reisen viele schöne Exemplare fotografieren können. Hervorzuheben sei ein Kasten aus Nepal, der an einen kleinen Schrein erinnert. Er ist wunderschön in gelb und rot gehalten. Und die Post, die man dort hineinwirft, kommt auch an. Ich hab's probiert.“

Unser Tipp: Im Postmuseum in Prag findet sich derzeit eine Ausstellung über 200 Jahre Geschichte der Briefkästen hierzulande. Wir werden darüber in der Sendereihe „Spaziergang durch Prag“ an diesem Freitag berichten. Hören Sie doch am besten mal rein!


Illustrationsfoto: Dampfkasten,  Pixabay / CC0
Und nun noch einige Kommentare zu Themen, über die wir in unseren Sendungen berichtet haben. Dieter Feltes aus Pyrbaum schreibt:

„Sie berichten über Glasscherbenviertel in Ihrem Land. Diese gibt es bei uns auch, ich habe aber kein Interesse, mich in deren Nähe zu bewegen. In den letzten Monaten halten sich dort immer mehr Flüchtlinge auf, die unter anderem Drogen konsumieren. Leider sind diese auch in der Nähe des Nürnberger Hauptbahnhofes. Das ist für die ankommenden Reisenden kein schöner Anblick.“

Ralf Urbanczyk aus Eisleben hat uns nicht nur zugehört, sondern auch selbst ausprobiert, worüber wir berichtet haben:

Foto: Kateřina Golasovská,  Archiv des Tschechischen Rundfunks
„Die Kassenbon-Lotterie, die seit dem 1. Oktober 2017 in Tschechien läuft, halte ich für eine gute Idee, um gegen Steuerhinterziehung vorzugehen. Andere Länder wie Portugal, Taiwan oder Italien machen so etwas ja auch. Jedenfalls wird es den kleinen Betrügern schwerer gemacht, Umsätze nicht an die Finanzbehörden zu melden. Und das alles ohne aufwändige Kontrollen. Die werden jetzt vom Käufer durchgeführt. Das ist wirklich clever. Die Internetseite zur Eingabe der Gewinnzahlen ist auch schon aktiv, ich habe sie gerade getestet. Doch schon in der zweiten Eingabe lauert das Problem: Wenn ich mir in Prag etwas kaufe und dann die Zahlen eingeben will, taucht beim Klick in das Feld mit der Telefonnummer der Eintrag ‚420‘ auf, also die internationale Vorwahl Tschechiens. Da kann ich auch nichts überschreiben. Die Zahl bleibt stehen. Es können also nur Einwohner Tschechiens teilnehmen, keine ausländischen Touristen. Schade.“

Und Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus merkt an:

Illustrationsfoto: Archiv Albert
„In den letzten Tagen berichteten Sie ja vermehrt über die Unterschiede der einzelnen Lebensmitteldiscounter, die scheinbar die gleichen Marken in unterschiedlicher Qualität in den Ländern anbieten. Ich kann Ihnen versichern: Dies haben wir auch schon beobachtet. Kaufen Sie eine Tafel Schokolade mit der lila Kuh in Deutschland und Österreich: vollkommen unterschiedlicher Geschmack. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, dass auch die Zusammensetzung vollkommen anders ist. Österreich scheint nicht so viel Ersatzstoffe für Kakao oder andere Emulgatoren zu erlauben. Wir haben das auch bei weiteren Lebensmitteln schon festgestellt. Ich muss aber sagen: Wenn ich im Ausland bin, gehe ich kaum bei einem deutschen Discounter einkaufen. Da suche ich schon die Nähe zu den lokalen Produzenten – ich möchte auch wissen, wie ‚das Land schmeckt‘.“

Und damit möchten wir uns für heute verabschieden. Auf ihre Zuschriften warten wir unter der Adresse: Radio Prag, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik. Mails schreiben können Sie uns an [email protected]. Auf Wiederhören!