Prag, Krumau, Lipno-See… Reisen unserer Hörer nach Tschechien
Ein Thema dominiert das heutige Hörerforum: die Reisen unserer Hörer nach Tschechien – ob sie erst geplant sind oder bereits realisiert wurden. Außerdem werden Preisträger bekanntgegeben: Diesmal nicht nur in unserem regelmäßigen Monatsquiz, sondern wir verlosen auch die Gewinner eines Buches, über das wir im Kapitel aus der tschechischen Geschichte berichtet haben.
Beginnen möchten wir mit unserem Monatsquiz und der Bekanntgabe des Siegers vom November. Ein Geschenk (in Form eines T-Shirts) geht diesmal unter anderem an Dagmar Wich aus Deutschland. Wir haben nach dem Filmregisseur Karel Zeman gefragt. Im Dezember suchen wir nicht einen, sondern sogar zwei Namen:
Wie heißen die beiden legendären tschechischen Weltreisenden, die Ende der 1940er Jahre wichtige Expeditionen nach Afrika und Südamerika sowie von 1959 bis 1964 nach Asien und Ozeanien unternommen haben?Schreiben Sie uns die richtige Antwort an: [email protected].
Und nun kommen Sie zu Wort, liebe Hörerinnen und Hörer. Zu dem in der Einleitung genannten Thema Reisen in die Tschechische Republik hat uns unser Hörer Michael Lindner aus Gera geschrieben:
Český Krumlov, Lipno-See, Prag - Reiseziele unserer Hörer
„Anlässlich des 55. Geburtstages meiner Frau Ute suchte ich ein ganz besonderes Reiseziel als Geburtstagsgeschenk aus. Und wie konnte es anders sein, die Wahl fiel erneut auf Český Krumlov, auf Deutsch Krumau. Diese unter Unesco-Welterbe stehende Stadt hat uns schon beim ersten Besuch vor sehr vielen Jahren so gut gefallen, dass wir aus dem Schwärmen nicht mehr herausgekommen sind. Erinnerungen an das historische Prag liegen hier sehr nah beieinander, mit dem Unterschied, dass in Český Krumlov trotz der vielen ausländischen Touristen der ‚Nepp‘ nicht so deutlich wie in Prag zu spüren ist.“Alle Prager mögen ihm verzeihen – bittet Herr Lindner:
„Ein Besuch dieser herrlichen Stadt an der Moldau ist besonders im Frühling oder im Herbst zu empfehlen, da sich hier die Touristenströme in überschaubaren Mengen bewegen. Aber auch die Umgebung ist unglaublich reizvoll. Ein Ausflug zur Burg Rožmberk in Rožmberk nad Vltavou oder an den Lipno-Stausee bleiben in unvergesslicher Erinnerung. Zum Schluss noch ein Tipp für Naturfans: Einen fantastischen Rundblick über die traumhafte Landschaft um den Lipno kann man vom Baumwimpfel-Pfad in Lipno nad Vltavou genießen. Ein Spaziergang über die Baumspitzen bis hin zum hölzernen Aussichtsturm verspricht absolute Spannung. Das alles ist Natur pur, und mit Garantie wird sich jeder naturbegeisterte Mensch in diese von Anmut und Schönheit verwöhnte Landschaft verlieben. Nun aber genug geschwärmt, nicht dass sofort alle Radio-Prag-Hörer den Reisekoffer packen und nach Südböhmen fahren – da wird ja Deutschland ganz leer!“
Herr Lindner hat uns aber auch eine Frage gestellt:„Mir ist in Krumlov aufgefallen, dass unfassbar viele Gaststätten und Pensionen zur Verfügung stehen. Mich würde mal interessieren, wieviel Gaststätten, Pensionen und Hotels es in Krumlov insgesamt gibt?“
Wir haben direkt beim Stadtamt in Krumlov nachgefragt. Anhand des Registers von Gewerbetreibenden wurden uns folgende Angaben mitgeteilt: In der Stadt gibt es insgesamt 268 Gastgewerbetreibende. Dazu gehören Betreiber sowohl von größeren Hotels als auch von kleineren Gaststätten, aber auch Frühstückspensionen. Unterkünfte werden in insgesamt 240 Objekten angeboten, von großen Hotels bis hin zu kleinen Vermietern, die etwa nur ein oder zwei Zimmer zur Verfügung stellen.
Soweit unsere Antwort an Herrn Lindner. Auch Lutz Winkler aus Schmitten im Taunus erinnert sich anhand unserer Sendungen an seinen Besuch in Tschechien. Außerdem macht er uns auf eine Sendung aufmerksam:„Im Spaziergang durch Prag berichteten Sie über das Mosaikpflaster von Prag. Ja, und da kommen wieder alte Erinnerungen auf – an meinen letzten Prag-Besuch, der schon wieder Jahrzehnte her ist. Da sind mir dieses Pflaster und die Ornamente darin auch besonders aufgefallen – es gehört einfach zu Prag, wie die wunderschöne Architektur in der Innenstadt. In einer MDR-Sendung wurde über České Budějovice berichtet. Dieser Bericht hat Lust auf einen Besuch gemacht, so dass dieser vielleicht schon im kommenden Jahr – in Verbindung mit dem Lipno-Stausee – geplant wird.“
Soweit Lutz Winkler, wir wünschen ihm eine gute Reise und einen schönen Urlaub in der Tschechischen Republik.
Auch Achim Kissel aus Duisburg widmet sich in seinem Brief dem Thema Reiseverkehr und Freizügigkeit. Er betrachtet dies unter dem Eindruck der Terrorakte in Frankreich vom November:„Meiner persönlichen Meinung nach sollten die Grenzkontrollen zwischen den europäischen Staaten zeitweise wieder eingeführt werden. Das würde zu einem Gefühl größerer Sicherheit beitragen. Dem Tourismus würde dies auch keinen Abbruch tun. Tschechien hat seinen Besuchern ja viel Schönes zu bieten, auch außerhalb des Touristenmagneten Prag. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Besuch der Burg Karlstein, an Ausflüge nach Cheb und Karlovy Vary. In Ihrer Sendung ‚Reiseland Tschechien‘ kann man noch viel mehr sehenswerte Orte kennenlernen, und mit dem ‚Spaziergang durch Prag‘ bekommt man viele Tipps, um die Stadt persönlich zu erkunden.“
Uran für die Sowjetunion - Gewinner des Buches
Soweit Ihre Briefe, liebe Hörerinnen und Hörer, heute vorrangig zum Thema Reisen, insbesondere in die Tschechische Republik. Zum Schluss möchten wir noch einmal Preisgewinner bekannt geben. Nun geht es nicht mehr um unser Monatsquiz, sondern um das Buch „Uran für die Sowjetunion“ von František Šedivý, das wir im Kapitel aus der tschechischen Geschichte präsentiert haben. Insgesamt zwanzig Hörerinnen und Hörer haben uns rechtzeitig geschrieben und sich um das Buch beworben. Manche von Ihnen haben auch ein paar interessante Zeilen zum Thema beigefügt. Wie etwa Milena Pircher aus Leoben in Österreich:„Auf Facebook habe ich einen Artikel über das Buch ‚Uran für die Sowjetunion‘ gelesen, und weil die Beschreibung über die Haft in tschechischen Urangruben von František Šedivý mich an meinen Onkel Josef Mánek aus Rožmitál erinnert hat, der auch viele Jahre dort arbeiten musste, seine Gesundheit verlor und schwieg, schreibe ich Ihnen. Mein Onkel ist schon über 30 Jahre tot, und ich hätte doch noch einiges über seine Schicksalsjahre durch dieses Buch erfahren.“
Wolfgang Schubert aus Merzenich schrieb:„Ich habe von den Erinnerungen unter dem Titel ‚Uran für die Sowjetunion‘ im Internet gelesen und bin sehr an einem Exemplar interessiert. Ich bin Sammler von numismatischen Belegen. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Währungsgeschichte der Tschechoslowakei. Dazu gehören auch die Ersatzzahlungsmittel in tschechoslowakischen Zwangsarbeitslagern und Gefängnissen von 1950 bis 1992. Bestimmt sind in den Erinnerungen für mich weitere Hinweise für meine Sammlung enthalten.“
Dieter Bruder hat seine Familiengeschichte geschildert:
„Meine Eltern wurden 1946 aus dem Kuhländchen in Nordmähren vertrieben. Ein älterer Bruder von mir starb als 17-Jähriger in einem Lager für Jugendliche bei Karwin (tschechisch Karviná, Anm. d. Red.) im April 1946. Mein Vater wurde von Mai 1945 bis Juni 1946 in einem Lager in Odrau (tschechisch Odry, Anm. d. Red.) interniert und mit schwerer körperlicher Arbeit gequält. Ich schaue jeden Tag auf Ihre Internetseite und finde immer wieder interessante Beiträge. Meine Mutter hat bis zu ihrem Tod 2007 fast jeden Tag von der ‚alten Heimat‘ erzählt. Dies hat mich angesteckt, und so sehe ich, obwohl in Deutschland geboren, das Kuhländchen in Mähren und auch die ganze Republik ein bisschen als meine zweite Heimat an.“ Und Thomas Trummer aus Dresden schrieb uns:„Nachdem ich schon Josef Haslingers Roman ‚Jáchymov‘ gelesen habe, wäre dieses Buch dazu sicher eine sinnvolle Ergänzung. Und für ihr Programm kann ich nur sagen: Weiter so! Ich höre Ihre Sendungen sehr gern und informiere mich bei Ihnen über das aktuelle Tagesgeschehen in unserem Nachbarland.“
Vielen herzlichen Dank für Ihre Zuschriften, liebe Hörerinnen und Hörer sowie Internet-Nutzer. Von allen Interessenten haben wir folgende drei ausgelost, die das Buch von František Šedivý erhalten: René Voch aus Tulln in Österreich, Martina Pohl aus Überlingen und Gernot Klein aus Prag.
Und damit sind wir auch am Ende des heutigen Hörerforums angelangt. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen, Lob oder Kritik haben, dann schreiben Sie uns per Post an: Radio Prag – Deutschsprachige Redaktion, Vinohradská 12, 120 99 Prag 2, Tschechische Republik, oder per E-Mail an: [email protected]. Machen Sie es gut, und auf Wiederhören in zwei Wochen!







