Premier Spidla bei Hochwasserschadenbewältigung zuversichtlich

Spidla und Pithart, Foto:CTK

Am Sonntag Abend hat der tschechische Premier Vladimir Spidla im Fernsehen eine Ansprache bezüglich der Hochwasserkatastrophe gehalten. Dagmar Keberlova berichtet.

Spidla und Pithart, Foto:CTK
Der tschechische Premier Vladimir Spidla äußerte sich zuversichtlich, dass Tschechien genug Kräfte hat, um sich mit den Folgen der Überschwemmungen auseinanderzusetzen und das Land wieder aufzubauen. Er erinnerte in seiner außerordentlichen Ansprache daran, dass das Wasser 99 Gemeinden komplett überschwemmt hatte, teilweise unter Wasser standen 347. All diese Gemeinden werden insgesamt von 1 600 000 Menschen bewohnt. Premier Spidla sagte, dass Tschechien jetzt eine schwierige Zeit erwarte, die das Land aber seiner Meinung nach zu bewältigen imstande ist:

"Wir sind wie ein Boxer, der von einem schweren Schlag getroffen wurde, bei weitem aber nicht K.O. ist. Jetzt tritt er weitere Runden an, entschlossen, den Sieg zu erreichen. Unser Land, die Tschechische Republik, ist stark genug, um die Hochwasserfolgen bewältigen zu können."

Er bedankte sich auch bei allen, die im Kampf gegen das Hochwasser geholfen haben. Gleichzeitig versicherte Spidla allen, die bei dem verheerenden Hochwasser ihren Besitz verloren haben, dass ihnen geholfen wird. Man müsse nun all denen helfen, die das Dach über ihrem Kopf verloren haben, sowie den Unternehmern, die vom Hochwasser betroffen wurden. Und nicht zuletzt müsse man die zerstörten Strassen reparieren.

Eine der möglichen Hilfen ist eine Reihe von Gesetzen, die bereits am Sonntag auch vom Senat und vom tschechischen Präsident Vaclav Havel verabschiedet wurden. Diese sollen nun innerhalb von einigen Tagen in Kraft treten.