Privatisierung der tschechischen Gaswirtschaft

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Das bisher größte Privatisierungsprojekt in Tschechien geht in die letzte Runde, an deren Ende die tschechischen Gasbetriebe einen neuen Inhaber haben werden: die deutsche Gesellschaft RWE. Die entsprechende Entscheidung hat dieser Tage das tschechische Kartellamt getroffen, das hierzulande offiziell Amt zum Schutz des wirtschaftlichen Wettbewerbs heißt. Die RWE Gas erwirbt somit die tschechische Gesellschaft Transgas, die bislang die Monopolstellung in der einheimischen Gaswirtschaft einnimmt, und hinzu kommen neun Verteilungsanlagen. So ist das zumindest vorgesehen!

Das bisher größte Privatisierungsprojekt in Tschechien geht in die letzte Runde, an deren Ende die tschechischen Gasbetriebe einen neuen Inhaber haben werden: die deutsche Gesellschaft RWE. Die entsprechende Entscheidung hat dieser Tage das tschechische Kartellamt getroffen, das hierzulande offiziell Amt zum Schutz des wirtschaftlichen Wettbewerbs heißt. Die RWE Gas erwirbt somit die tschechische Gesellschaft Transgas, die bislang die Monopolstellung in der einheimischen Gaswirtschaft einnimmt, und hinzu kommen neun Verteilungsanlagen. So ist das zumindest vorgesehen!

Das tschechische Kartellamt hat den Deal aber an drei Bedingungen gebunden: Zwei beziehen sich auf die Erdölwerke Moravske naftove doly (MND) mit Sitz im südmährischen Hodonin, die derzeit von der Gesellschaft SPP Bohemia dominiert werden. Die RWE darf nicht - weder direkt noch indirekt - die Kontrolle über dieses einzige Konkurrenzunternehmen auf dem inländischen Gasmarkt gewinnen oder die Entscheidungen der MND über Handelsvorhaben durch eigene Anteile blockieren. Die dritte Bedingung soll die RWE verpflichten, keine Anteile in den Verteilungsbetrieben der Energiewirtschaft bzw. in Heizwerken zu erwerben sowie keine neuen einzurichten, und zwar bis zur Beendigung der Privatisierung. Dies soll aber nicht länger als fünf Jahre dauern. Die Bedingungen erweisen sich für die RWE nicht als ein prinzipielles Hindernis, wie schließlich bereits ein Pressesprecher der deutschen Gesellschaft in einem Statement für die tschechische Nachrichtenagentur signalisierte. Eine offizielle Antwort kann sich die RWE bis zum 18. Mai überlegen. Die Summe, die sie dann zu bezahlen hätte, beläuft sich auf 125 Mia. Kronen, das sind ca. 4,1 Mia. Euro. Die RWE würde damit zum Gaswirtschaftsgiganten Nummer vier in Europa avancieren.