Raketen und Müll

Hörerpost
0:00
/
0:00

Im Hörerforum mit Andreas Wiedemann und Andre Plaul geht es heute um ein 40-jähriges Jubiläum, um Abfallrichtlinien, Radaranlagen und natürlich wie immer um Ihre Post.

Hörerpost
Liebe Hörerinnen und Hörer, seien Sie ganz herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe des Hörerforums, Ihrer Sendung bei Radio Prag. Hier bei uns in Prag ist es schon seit längerer Zeit sommerlich warm und bei Radio Prag geht schon die Angst vor dem Nachrichten-Sommerloch um. Zum Glück ist das Sommerloch, sollte es denn überhaupt kommen, bei der Hörerpost noch nicht in Sicht. Sie haben uns liebe Hörerinnen und Hörer nach wie vor fleißig geschrieben. Für alle Ihre Zuschriften bedanke ich mich im Namen der gesamten Redaktion von Radio Prag.

Empfangsberichte haben wir dieses Mal unter anderem erhalten von:

Jürgen Zerm aus Hornbach, Christoph Preutenborbeck aus Odenthal, Georg Stawski aus Recklinghausen, Kristopher Jurk aus Berlin, Stefan Druschke aus Kerpen, Manfred Günther aus Oberursel, Georg Pleschberger aus Villach aus Österreich, Andreas Taverner aus Mülheim in der Schweiz.

Am Beginn unserer heutigen Sendung habe ich leider eine traurige Nachricht: Der langjährige Kurzwellenfreund und Radio-Prag Hörer Peter Hell aus Merchweiler an der Saar ist gestorben. Darüber hat uns Siegbert Gerhard informiert. Helmut Matt aus Herbolzheim schreibt dazu: "Der Tod von Peter Hell ist ein bitterer Verlust für uns alle." Radio Prag spricht den Angehörigen von Peter Hell sein Beileid aus.

Wir kommen noch einmal auf die Empfangsberichte zurück. Peter Thränert aus Dresden begeht mit seinem Empfangsbericht vom 7. Juni 2007 ein Jubiläum: "Es gibt doch ganz erstaunliche Zufälle. Vor zwei Tagen entdeckte ich beim Blättern in meinem Log-Buch, dass ich meinen ersten Empfang von Radio Praha in deutscher Sprache am 7. Juni 1967 dokumentierte. Damals hatte ich nur ein normales Röhrenradio und etwa 10 m Draht als Antenne. Das Beurteilen der Empfangsberichte hatten mir zuvor Funkamateure gelehrt, die auch DXer waren. Mit Datum vom 28. Juli 1967 erhielt ich meine erste QSL-Karte von Radio Praha. Und von da an hatte mich der DX-Virus für viele Jahre gepackt. Speziell für Radio Praha bedeutete dies das Diplom des damaligen Monitor-Clubs, 10 Jahre lang der Wiederholungsaufkleber, das Ehrendiplom und vor allem unzählige schöne Stunden mit dem schon damals auffällig gutem Programm am Radioempfänger."

Ein Thema lässt die Medien und die Menschen in Tschechien aber auch viele unserer Hörerinnen und Hörer nicht mehr los. Es ist der geplante Aufbau einer US-Radaranlage in Tschechien, die Teil eines Raketenabwehrsystems in Mitteleuropa werden soll. Martina Pohl aus Überlingen gefallen diese Pläne nicht: "Die Errichtung eines US-Raketenabwehrsystems in Tschechien und Polen stößt bei mir auf Ablehnung. Nach den erfolgreichen Abrüstungsverhandlungen in der jüngsten Vergangenheit zwischen Ost und West, scheint diese Aktion das falsche Signal zu sein. Keiner der so genannten Schurkenstaaten, die Bush immer wieder anführt, sind eine ernsthafte Gefahr für den Weltfrieden."

Vaclav Klaus
Wolf-Lutz Kabisch aus Malschwitz versteht die Sorgen, die die geplante Radaranlage bei vielen Tschechen auslöst: "Ja, die Radaranlage, die von den USA gewünscht bzw. gefordert wird, sorgt bestimmt noch für begründete Unruhe und Besorgnis in Tschechien, aber auch in Sachsen. Terrorismus als Begründung für die US-Wünsche - wer glaubt schon daran?"

Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus fiel in den letzten Wochen nicht durch Äußerungen zur geplanten US-Radaranlage auf, sondern durch die Veröffentlichung eines Buches, in dem er den "Ökologismus" als eine gefährliche Bewegung bezeichnet. Wir haben bereits im letzten Hörerforum darüber berichtet. Georg Stawski aus Recklinghausen hat noch ein kurzes Statement dazu: "Mich überrascht es, wenn ein Politiker, von dem man gemeinhin glaubt, er sei seriös, Äußerungen in diesem Tenor zu hören. Traurig!"

Um Umweltpolitik, aber um einen anderen tschechischen Politiker geht es im Brief von Engelbert Borkner aus Hildesheim: "Dass der tschechische Umweltminister Verbündete gegen die von der EU geplante Abfallrichtlinie sucht, kann ich voll und ganz verstehen. Da in Tschechien niedrigere Preise verlangt werden, sind speziell deutsche Unternehmen, die sich auf die Abfallvernichtung spezialisiert haben, schnell bei der Hand und karren dann gleich alles Mögliche in Richtung Tschechien, um möglichst viel und schnelles Geld zu machen."

Touristen in Prag
Sommerzeit bedeutet Reisezeit. Prag ist nach wie vor ein großer Anziehungspunkt für Touristen. So spielte denn die Prag-Reise auch eine Rolle in unserer Hörerpost. Zum Beispiel bei Peter Vaegler aus Stralsund: "Interessant war in Ihrer Sendung der Bericht über das Prager Stadtmuseum. Wenn man als Tourist nach Prag kommt, ist man natürlich vor allem an den architektonischen Bauwerken interessiert, aber wenn man mehr Zeit hat, sollte man sich auch mal die verschiedenen Museen anschauen. In diesem Jahr ist kein Urlaub im Ausland geplant. Sicher steht aber auch Prag wieder einmal auf dem Reiseplan."

Werner Schubert aus Grafing hat uns etwas über Prag-Reisende mit einem ganz bestimmten Ziel geschrieben: "Zum Tourismus in Prag sah ich jüngst eine Fernsehsendung, wonach Ihre Stadt einige Zeit zum bevorzugten Ziel von Sauf-Touristen besonders aus Englands geworden ist, diese hätten sich dann auch nicht immer sehr vorbildlich benommen. In diesem Bericht hieß es, die Freizeit-Alkoholiker seien mittlerweile nach Riga umgezogen. Da sucht man sich offenbar immer wieder ein neues Fleckchen, wo man so richtig die Sau rauslassen kann. Kaum zur Freude der dortigen Bewohner."

Das war es auch schon wieder für heute im Hörerforum. Wenn Sie Fragen, Beschwerden, Wünsche oder Anregungen haben, dann schreiben Sie uns doch an folgende Adresse: Radio Prag, Vinohradska 12, 12099 Praha 2, Tschechische Republik. Sie können uns natürlich auch eine E-mail schreiben: [email protected]. Sowohl dieses Hörerforum als auch alle weiteren Beiträge unserer Sendungen können Sie im Internet nachlesen und auch anhören und zwar unter: www.radio.cz. Wir wünschen Ihnen liebe Hörerinnen und Hörer alles Gute. Machen Sie's gut. Auf Wiederhören.