Reaktion der tschechischen Finanzmärkten

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Eine weitere Reaktion - jetzt von den tschechischen Finanzmärkten - bringt Ihnen Dagmar Keberlova.

Bereits am Mittwoch Vormittag waren sich die meisten Analytiker einig, dass die Börse mit einem Tief beginnen wird. Die Auswirkungen des terroristischen Anschlags in den USA auf die Börsengeschäfte in der Tschechischen Republik waren bereits am Dienstag zu spüren, sagte der Finanzexperte Janousek von der Gesellschaft Fio. Über die Reaktion der tschechischen Märkte sagt nun mehr die Börsenmaklerin Andrea Ferancova von der Gesellschaft Wood&Company:

"Die Reaktion war selbstverständlich nicht positiv, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, zumal die Hauptindexe der Prager Börse mit zwei Prozent minus schlossen. Aber ich muss sagen, dass Cesky Telecom bei 6 Prozent plus lag und nach der Bekanntgabe der Nachricht fielen die Aktien auf 3,5 Prozent minus. Also Panik und negative Gefühle."

Die Aktien wurden auf der Prager Börse mit zweistündiger Verspätung mit einem tiefen Verlust gehandelt. Der Hauptindex P50 fiel um 2,15 auf 332,7 Punkte, wo er sich zum letzten mal vor drei Jahren befand. Welche Entwicklung erwartet Andrea Ferancova.

"Es wird darauf ankommen, ob man wird feststellen können, wer hinter den Anschlägen steht, ob die Ereignisse einen langfristigen Effekt haben werden, ob es mit einem militärischen Konflikt enden wird. Man kann aber sicherlich eine negative Reaktion erwarten und besonders negativ wird sie sein, wenn die Märkte in den USA wieder öffnen."

Das Hotel Hilton in Prag reagierte auf die Ereignisse in den Vereinigten Staaten am Dienstag mit der Einführung von zwei Sondermaßnahmen, sagte am Dienstag Vormittag Tereza Urbankova von der PR Abteilung. Zu denen gehören die Aufhebung der Gebühr für eine frühzeitigere Beendigung des Aufenthaltes, damit will das Hotel laut Tereza Urbankova Verständnis für die Gäste zeigen, die bei ihren Familienangehörigen sein wollen. Des weiteren werden keine Gebühren für Stornierungen der Aufenthalte verrechnet, sagte uns die Sprecherin und fügte hinzu, dass über diese Maßnahmen der Präsident der Gesellschaft Hilton International Jürgen Fischer entschieden hat.