Rechnungshof: Für geförderte Beschäftigung im Alter fehlt klarer Plan

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Der Unterstützung einer Beschäftigung von Arbeitnehmern über 50 Jahre fehlt ein klarer Plan. Entsprechende staatliche Projekte im Wert von mehreren Millionen Kronen werden nicht nach ihrer tatsächlichen Effizienz bewertet. Zu dieser Einschätzung ist der Oberste Rechnungshof (NKÚ) in Prag gelangt.

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Es sei nicht klar zu erkennen, ob die mit verschiedenen Maßnahmen unterstützten Menschen nach Abschluss der Projekte eine angemessene Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt gefunden haben. Dieses Fazit zog der Rechnungshof nach der Überprüfung eines operativen Programms des Arbeitsministeriums für die Jahre von 2016 bis 2018. Den Kontrolleuren zufolge fehle es in Tschechien auch an einer Strategie, die sich mit einer substanziellen Politik zur Vorbereitung auf das Altern befassen würde. Das teilte der Sprecher des Rechnungshofes, Václav Kešner, in einem am Montag veröffentlichten Pressebericht mit.

Die Behörde kontrollierte das Operationsprogramm „Zaměstnanost 2014 – 2020“ zur Beschäftigung von Menschen über 50 auf dem Arbeitsmarkt im genannten Zeitraum. Bei der Kontrolle überprüfte sie konkret die Auswirkungen des Programms in den Jahren von 2016 bis 2018. Das Ministerium für Arbeit und Soziales verteilte in dieser Zeitspanne eine Unterstützung von rund 6,5 Milliarden Kronen (240 Millionen Euro). Die Prüfer konzentrierten sich auf eine Stichprobe von zwölf Projekten im Wert von 326 Millionen Kronen (12 Millionen Euro), die 2236 Menschen mindestens sechs oder zwölf Monate lang Arbeit bieten sollten.

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Die Subventionen werden zum Beispiel für Bildung, Umschulung oder die Schaffung geförderter Arbeitsplätze für einen bestimmten Zeitraum verwendet. Nach dem Ende der Unterstützung sollte die weitergebildete Person nach Möglichkeit in dem neuen Arbeitsverhältnis bleiben oder aber dank der gewonnenen Erfahrung einen angemessenen Arbeitsplatz finden.

Der Anteil der Menschen über 50 Jahre in der tschechischen Bevölkerung nimmt stetig zu. In den Jahren von 1993 bis 2018 stieg er um 43 Prozent von rund 2,9 Millionen auf 4,1 Millionen Bürger. Und nach Einschätzung des tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) hält dieser Trend weiter an, bemerkte der Rechnungshof.