Sicher über den Fluss kommen: 50 Jahre Moldaubrücke Žďákov

Moldaubrücke Žďákov

Als 1967 das Moldautal bei Orlík nad Vltavou / Altsattel mit einer stählernen Bogenbrücke überspannt wurde, war die Konstruktion weltweit die größte ihrer Art.

Ausbau der Moldaubrücke Žďákov | Foto: Tschechisches Fernsehen

Am 27. April 1967 wurde die Moldaubrücke Žďákov eingeweiht, und ihre Konstruktion gilt bis heute als technisch und ästhetisch perfekt. Der Stahlbogen hat eine Spannweite von 379,6 Metern und steht für die Tradition und Qualität des Brückenbaus in Tschechien. 2001 wurde dem Bauwerk der Titel „Brücke des Jahrhunderts“ in der Kategorie Straßenbrücken aus Stahl verliehen.

Von oben bietet sich ein wunderschöner Blick auf die Orlík-Talsperre. Interessant ist aber auch die Perspektive von unten, wo sich der riesige Stahlbogen von Pfeiler zu Pfeiler über dem Wasser erhebt. Die breite Öffentlichkeit Tschechiens wurde auf den Bau besonders aufmerksam, als er in den 1990er Jahren zu einem beliebten Ort für Bungee-Jumper wurde. Zur gleichen Zeit nutzte auch eine Mörderbande die Höhe der Konstruktion, um ihre Opfer in Metallfässern von der Brücke aus ins Wasser zu werfen. Der Fall ist bis heute als Orličtí vrazi (die Orlík-Mörder) bekannt.

Die Moldaubrücke Žďárkov in Zahlen:

  • Länge: 542,91 Meter
  • Höhe über dem Wasserspiegel: 50 Meter
  • Gewicht: 4116 Tonnen
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