Skiliftbetreiber klagen über schlechte Saison

Illustrationsfoto: Kristýna Maková, Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag

Die tschechischen Skiliftbetreiber klagen über schlechte Umsätze. In einigen der Mittelgebirge gehörte dieser Winter zu den vier schlechtesten der vergangenen 20 Jahre, schreibt die Tageszeitung „Lidové noviny“.

Illustrationsfoto: Kristýna Maková, Archiv des Tschechischen Rundfunks - Radio Prag
Außergewöhnlich schlecht war die Saison im Osten des Landes. In den Beskiden wurden die Lifte erst nach Weihnachten in Betrieb genommen, zudem blieben die Gäste aus dem benachbarten Polen fern. Gegenüber der vorangegangenen Saison habe man noch einmal 20 Prozent Einbußen hinnehmen müssen, sagte der Leiter des Skigebiets Bílá, Jaroslav Vrzgula, der „Lidové noviny“. Dabei sei bereits der Winter 2014/15 sehr schlecht gewesen, so Vrzgula. In Pustevny in den Beskiden ging der Umsatz um 40 Prozent zurück.

Auch in Südböhmen wird die Saison extrem kurz sein. Im Wintersportort Zadov im Böhmerwald muss man wohl schon kommende Woche den Liftbetrieb stoppen. Damit bringt es die Saison insgesamt nur auf 102 Tage. Laut Skigebietsverwalter Petr Vondráš galt hingegen im Winter 2014/15 insgesamt 121 Tage lang „Ski und Rodel gut“.

Wintersportressort Černá hora (Foto: Zdeňka Kuchyňová)
Selbst am sonst so schneesicheren Klínovec / Keilberg im Erzgebirge kämpften die Betreiber in dieser Saison mit Problemen. Erstmals nach vielen Jahren wieder hätte man über Weihnachten den Betrieb aussetzen müssen, so Martin Píša.

Fast die einzigen positiven Zahlen kommen aus Tschechiens größtem Skigebiet: Špindlerův Mlýn / Spindlermühle. Dier Besucherzahlen stiegen im Jahresvergleich um zehn Prozent auf rund eine halbe Million. Das ist der höchste Wert der vergangenen drei Jahre. Auch anderswo im Riesengebirge herrscht zumindest leichte Zufriedenheit. Im Wintersportressort Černá hora - Pec verbuchte man diesen Winter als leicht überdurchschnittlich.

Autor: Till Janzer
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