Skoda Auto bittet 3000 Octavia-Besitzer zur prophylaktischen Durchsicht

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Der deutsche Volkswagen-Konzern hat in den letzten Tagen eine große Rückholaktion bei seinen Modellen Polo und Lupo gestartet, um die bei rund 950.000 Wagen vermuteten schadhaften Bremsen auszuwechseln. Nun meldete sich am Donnerstag auch die Tochterfirma Skoda mit einer ähnlichen, aber wesentlich geringfügigen Maßnahme. Näheres dazu von Lothar Martin.

Der PKW-Hersteller Skoda Auto hat 3000 Fahrzeughalter der Baureihe Skoda Octavia schriftlich benachrichtigt, in den nächsten Tagen vorsorglich zu einer kostenlosen Durchsicht ihres Wagens zu erscheinen. "Die Aktion betrifft die Besitzer einer beschränkten Anzahl von Fahrzeugen, die im vergangenen Jahr hergestellt wurden," teilte dazu Evzen Krauskopf von der Presseabteilung des Unternehmens gegenüber der Nachrichtenagentur CTK mit. Wie Krauskopf betonte, handelt es sich dabei um eine prophylaktische Kontrolle des in diesen Wagen eingebauten Anti-Blockier-Systems.

Der tschechische Internet-Server iDnes weiß jedoch konkret davon zu berichten, dass Skoda Auto insgesamt 19.000 Fahrzeughalter bezüglich der außerordentlichen Durchsicht angeschrieben habe. Neben 3036 in der Tschechischen Republik registrierten Wagen betreffe die Maßnahme auch all jene Fahrzeugbesitzer im Ausland, die einen zwischen März und September 2001 produzierten Octavia käuflich erworben haben. Hersteller Skoda Auto befürchte, so der Server, dass es bei den in der fraglichen Zeit produzierten Fahrzeugen zu einem Kurzschluss im ABS kommen könnte, die das ABS betriebsunfähig und den Bremsvorgang beeinträchtigen könnten. Skoda-Pressemann Krauskopf verwies jedoch nachdrücklich darauf, dass bei den betreffenden Octavia-Fahrzeugen bisher keinerlei Schaden festgestellt worden sei und es sich im Gegensatz zur VW-Aktion um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele.