Škoda Auto ist wichtigstes Unternehmen in Tschechien

Foto: Archiv Škoda Auto

Das wichtigste Unternehmen in Tschechien ist der Autohersteller Škoda. Die Volkswagentochter verteidigt damit ihren Titel vom vergangen Jahr. An zweiter und dritter Stelle stehen der tschechische Energieriese Čez und der Lebensmittelhersteller Agrofert.

Škoda Auto steht an der Spitze der Rangliste „Czech Top 100“ und ist damit das bedeutendste Unternehmen der tschechischen Wirtschaft. Der Autohersteller konnte, wie bereits im vergangenen Jahr, den höchsten Umsatz und Gewinn aller tschechischen Unternehmen aufweisen. Die Liste der 100 bedeutendsten Unternehmen wird von dem Verband „Czech Top 100“ auf Grundlage der jährlichen Unternehmenszahlen zusammengestellt.

Das vergangene Jahr war das erfolgreichste in der 120jährigen Firmengeschichte, sagt Tomáš Kubík, Sprecher des Unternehmens. Zum zweiten Mal in Folge sei es gelungen, mehr als eine Million Autos im In- und Ausland zu verkaufen.



Foto: Archiv Škoda Auto
Generell war der Trend unter den 100 bedeutendsten Unternehmen in Tschechien negativ. Insgesamt gingen die Umsätze um rund elf Prozent zurück. Die Volkswagentochter aus Mladá Boleslav / Jungbunzlau konnte ihre Umsätze um 15 Milliarden Kronen (550 Millionen Euro) auf 315 Milliarden Kronen (11,6 Milliarden Euro) steigern.

Zudem war Škoda Auto der größte Exporteur Tschechiens im vergangenen Jahr. Die Außenhandelsumsätze beliefen sich auf rund 283 Milliarden Kronen (10,5 Milliarden Euro).

ČEZ  (Foto: Filip Jandourek,  Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Auf den zweiten Platz der Wertung kam das halbstaatliche Energieunternehmen Čez mit einem Umsatz von über 210 Milliarden Kronen (7,8 Milliarden Euro). Positiv auf die Firmenstatistik wirkten sich laut Unternehmenssprecherin Barbora Půlpánová massive Einsparungen und ein erhöhter Verkauf von Strom, Gas und Wärme an die Endverbraucher aus. Nichtsdestotrotz habe man mit den niedrigen Energiepreisen zu kämpfen, heißt es aus Unternehmenskreisen.

An dritter Stelle der Liste steht das Landwirtschaftsunternehmen Agrofert von Finanzminister Andrej Babiš. Große ausländische Unternehmen, die in Tschechien tätig sind, wurden nicht berücksichtigt. Hierzu zählen Hyundai oder Kaufland.