Staat will Hunderte Bahnhöfe sanieren

Bahnhof Tábor (Foto: Miloš Turek)

Seit einem Jahr werden alle tschechischen Bahnhöfe staatlich verwaltet. Nun wurde ein großes Sanierungsprogramm entworfen.

Bahnhof Tábor (Foto: Miloš Turek)
Innerhalb von fünf Jahren sollen 400 Bahnhöfe ausgebessert und 160 komplett neu gestaltet werden. Dafür hält die tschechische Schienenwegverwaltung (Správa železniční dopravní cesty) insgesamt 8,4 Milliarden Kronen (323 Millionen Euro) bereit. Die Sanierungsarbeiten sind bereits angelaufen, in diesem Jahr sind unter anderem die Bahnhöfe in Břeclav / Lundenburg, Hradec Králové / Königgrätz oder Přerov / Prerau an der Reihe. Insgesamt sollen diese ersten Arbeiten rund 650 Millionen Kronen (25 Millionen Euro) kosten.

Doch das ist nur der Anfang.„In den kommenden Jahren werden die Summen für die größeren Sanierungsprojekte anwachsen. Geplant ist zum Beispiel, die Hauptbahnhöfe in Prag, Budweis, Pilsen und Pardubice zu modernisieren“, so der Generaldirektor der Schienenwegverwaltung, Pavel Surý, am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Gerade der Prager Hauptbahnhof verschlingt den größten Brocken des Geldes. Insgesamt 945 Millionen Kronen (36 Millionen Euro) dürften die Arbeiten dort kosten. Auch in Plzeň / Pilsen ist der Investitionsbedarf groß, er wurde mit 325 Millionen Kronen (12,5 Millionen Euro) veranschlagt.

Laut Verkehrsminister Dan Ťok (parteilos) lässt sich bei der Fahrt mit der Tschechischen Bahn derzeit der Modernisierungsbedarf noch unschwer erkennen. Doch der Anteil neu gestalteter Bereiche werde in den kommenden Jahren sehr schnell zunehmen, gab sich Ťok zuversichtlich.

Autor: Till Janzer
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