Strafen für Wächter des entsprungenen Häftlings Kájínek

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Der Doppelmörder Jirí Kájínek, der am Sonntag Abend aus der Haftanstalt Mírov in Nordmähren ausgebrochen ist, ist immer noch frei und entzieht sich der Strafe. Bestraft wurden jedoch als Konsequenz aus Kájíneks Flucht andere Leute. Die Generaldirektorin der Haftanstalten der Tschechischen Republik, Kamila Meclová, hat am Dienstag den stellvertretenden Direktor des Gefängnisses Mírov, Kvetoslav Vlasák abberufen. Er trage nach Meclovas Äußerung den größten Teil der Verantwortung, weil er seine Untergebenen bei der Untersuchung der Zellen inkonsequent kontrolliert habe. Die mangelhafte Kontrolle bezog sich auf die Sachen, die die Häftlinge besitzen dürfen, sowie auf ihre gegenseitigen Besuche. Kájínek hatte nämlich in der Zelle Gegenstände, die er zur Flucht nutzte, wie eine Diamantfaser zum Durchfeilen des Gitters, eine Nylonschnur und wahrscheinlich auch ein Handy. Am Tage seines Ausbruchs wurde er von einem anderen Häftling besucht, was verboten ist.

Der Direktor der Festung Milan Kohoutek entließ sechs weitere Mitarbeiter der Haftanstalt. Sein eigener Posten ist nicht gefährdet. Ob die Generaldirektorin Meclová abberufen wird, bleibt noch offen.