Tschechien präsentiert sich bei Grüner Woche

Bei der 80. Grünen Woche in Berlin präsentieren sich auch knapp zehn tschechische Firmen. Landwirtschaftsminister Marian Jurečka kritisierte dabei das geringe Interesse tschechischer Anbieter an der Messe. Insgesamt nehmen bei der weltweit größten Agrarmesse fast 1700 Aussteller aus 68 Ländern teil.

Der Christdemokrat verwies sowohl auf die Bedeutung des deutschen Marktes, als auch auf die Möglichkeiten, mit Unternehmensvertretern aus weiteren Ländern in Kontakt zu treten. Außerdem würden bis 25. Januar insgesamt 350.000 Zuschauer die Grüne Woche besuchen. Jurečkas Vorstellungen nach sollte deswegen die Zahl der tschechischen Firmen bei der Messe eher zwischen 10 und 20 liegen. In Berlin seine Produkte zu zeigen sei das A und O, um sie später in die Welt exportieren zu können.

Auf der anderen Seite verstehe er die geringe Teilnahme angesichts der derzeitigen Krise, sagte der Minister im Tschechischen Fernsehen. Jurečka kündigte in dem Zusammenhang an, dass in seinem Haus in der kommenden Woche über zusätzliche Möglichkeiten für die Exportförderung beraten werden solle. Dabei geht es laut seinen Worten auch um die Finanzierung von Ständen auf ähnlichen Messen wie der Grünen Woche.

Marian Jurečka (Foto: Filip Jandourek, Archiv des Tschechischen Rundfunks)
Der tschechische Stand in Berlin umfasst 160 Quadratmeter. Marian Jurečka lobte die Form der Präsentation, die im Stil des südböhmischen Bauernbarock gehalten ist.

Am Rand der Messe traf der tschechische Landwirtschaftsminister seinen deutschen Amtskollegen Christian Schmidt sowie EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan. Mit letzterem sprach Jurečka über die Probleme der europäischen Agrarpolitik. Dabei kamen sie laut den Berichten der Presseagentur ČTK überein, dass der administrative Aufwand für EU-Subventionen reduziert werden müsse.

Autor: Till Janzer
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