Tschechisch gesagt: Der Zoll

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Der Zoll. Ein Wort, das derzeit die Welt bewegt. Es ließe sich sogar sagen, dass der Zoll die Welt erschüttert – clo cloumá světem.

Illustrationsfoto: Gabriela Hauptvogelová,  Tschechischer Rundfunk

Der deutsche und der tschechische Begriff für die Abgabe klingen sehr ähnlich: der Zoll – clo. Kein Wunder, denn das tschechische Wort wurde aus dem Mittelhochdeutschen abgeleitet. Zoll nennt man eine Gebühr – poplatek im internationalen Handel – mezinárodní obchod. Dieses Geld muss man bezahlen, wenn man eine Ware – zboží in ein anderes Land bringen will. Die Behörde, die den Zoll eintreibt – vybírat clo, heißt Zollverwaltung – celní správa. Und jemanden, der in einer Zollbehörde arbeitet, nennt man Zöllner – celník. Zoll kann sowohl für die Einfuhr – dovoz, als auch für die Ausfuhr – vývoz oder Durchfuhr – tranzit einer Ware erhoben werden.  Der sogenannte Schutzzoll – ochranné clo wird für Waren gezahlt, die in ein Land eingeführt werden. Da die ausländischen Waren dadurch teurer werden, soll er die einheimische Wirtschaft schützen. Eben das ist auch das Ziel der aggressiven Zollpolitik – celní politika des jetzigen US-Präsidenten, der hohe Zölle verhängt hat – uvalit cla.

Manche Länder schließen sich zusammen und gründen eine Zollunion – celní unie. So gilt innerhalb der Europäischen Union der freie Warenverkehr – volný pohyb zboží, das heißt, dass die Waren in der Regel ohne Einschränkungen befördert werden können. Sobald sie aber die Grenzen der EU passieren, sind Zollvorschriften – celní předpisy zu beachten. Die Zollbeamten überprüfen bei Zollkontrollen – celní kontrola, ob die Zahlungen für verzollte Waren – proclené zboží korrekt getätigt werden.

Foto: Offizielle Facebook-Seite der tschechischen Zollverwaltung

Zölle begleiten die Menschen seit dem Altertum. In der Vergangenheit bezogen sie sich nicht nur auf Waren. Reisende mussten auch einen Zoll zahlen, wenn sie bestimmte Wege, Straßen und Brücken benutzten. Diese Abgabe gibt es auch heute noch für die Nutzung von Autobahnen oder Tunnels. Sie nennt sich Maut – mýto.

Bei Touristen sind heute die sogenannten Duty-free-Shops – bezcelní obchod sehr beliebt. Diese Läden zwischen zwei Zollstellen, zum Beispiel an Flughäfen, bieten Waren an, auf die weder Zölle noch Steuern erhoben werden. Gerne nimmt man sich dann ein dort gekauftes Parfüm, eine Flasche Alkohol oder eine Delikatesse als Geschenk oder Souvenir mit nach Hause. Auf Wiederhören! Na slyšenou!

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