Tschechisch- österreichische Beziehungen gehören auch nach Europa

Vor zwei Wochen haben wir uns dem Thema der Vorbereitung der tschechischen Firmen auf der EU-Beitritt gewidmet. Heute wollen wir in den folgenden Minuten unter anderem an dieses Thema anknüpfen sowie uns den bilateralen Beziehungen zwischen den Ländern Tschechien und Österreich im Hinblick auf die EU-Erweiterung zuwenden. Durch die Sendung führt Sie Dagmar Keberlova.

Im letzten Eurodomino haben wir uns mit Pressesprecher der Regierungsagentur Czechtrade Jan Mach über die Vorbereitung tschechischer Firmen auf den EU-Beitritt Tschechiens und mit Pressesprecher von Skoda Auto Milan Smutny unterhalten. Der nächste Schritt nach der Erweiterung ist die Einführung des Euros. Wie sich hierzu die tschechischen Unternehmen stellen und wie schnell der Euro nach Meinung von Czech Trade eingeführt werden soll, hierzu mehr vom Pressesprecher von Czech Trade, Jan Mach:

Der EU-Beitritt heißt noch nicht automatisch die Einführung des Euro, was bedeutet dies für Skoda Auto? Milan Smutny, Pressesprecher von Skoda Auto antwortet:

Die Beziehungen Tschechien - EU wurden in letzter Zeit oft von bilateralen Problemen überschattet. Hier handelt es sich um zwei Nachbarstaaten Tschechiens und zwar Deutschland und Österreich. Was Österreich betrifft, wurde Anfang des Monats eine Initiative gegründet, das sog. Österreichisch-tschechische Dialogforum. Die Initiative sieht in der Erweiterung der Europäischen Union eine historische Chance zur Überwindung des getrennten Europa sowie des Gefühls des Hasses und der mangelnden Zusammenarbeit. Namhafte Persönlichkeiten waren bei der Gründungskonferenz zugegen - unter anderem die Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi, der Unternehmer Karl Schwarzenberg, der Ex-Oberbürgermeister der Hauptstadt Prag Jan Kasl - und viele weitere, die diese Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützen. Unter anderem steht in der Erklärung des Dialogsforum folgendes, Zitat:

"In jüngster Vergangenheit wurden in Österreich gegen den Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union Veto-Drohungen erhoben. Die Reaktionen in Prag waren häufig von Emotionen und Ressentiments getragen. Die Konflikte um Temelin und die sogenannten Benes-Dekrete sind nur der sichtbare Ausdruck dieser latenten Spannung. Ihre Verknüpfung mit dem Beitritt der Tschechischen Republik zur Europäischen Union ist die denkbar kontraproduktivste Art ihrer Lösung."

Ich habe bei der Gründungskonferenz dieses Dialogsforums Barbara Coudenhove-Kalergi zum Thema befragt.





Folgende Hinweise bringen Ihnen noch mehr Informationen über den Integrationsprozess Tschechiens in die Europäische Union:



www.integrace.cz - Integrace - Zeitschrift für europäische Studien und den Osterweiterungsprozess der Europäischen Union

www.euroskop.cz

www.evropska-unie.cz/eng/

www.euractiv.com - EU News, Policy Positions and EU Actors online

www.auswaertiges-amt.de - Auswärtiges Amt