Tschechische Exporteure nicht sonderlich optimistisch für 2015

Foto: fishtik, Free Images

Die tschechischen Exporteure blicken nicht sonderlich optimistisch in die Zukunft. Etwa die Hälfte von ihnen erwartet für die kommenden zwölf Monate eine Stagnation beim Umfang der Ausfuhren. Nur 44 Prozent sehen einem weiteren Anstieg entgegen. Als Land der größten Exportmöglichkeiten sehen die tschechischen Firmen nicht mehr Russland, sondern Deutschland. Dies geht aus einer Umfrage des deutschen Marktforschungsinstituts GfK für den Logistik-Konzern DHL hervor.

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Bei den tschechischen Firmen ist demnach eine gewisse Ernüchterung zu spüren nach den zunächst guten Ergebnissen am Ende der Wirtschaftskrise. Allerdings sind in diesem Jahr bisher die Gesamtergebnisse, trotz der gegenseitigen Sanktionen von Europäischer Union und Russland, relativ gut. So gaben 87 der Exporteure an, dass ihre Ausfuhren gewachsen oder zumindest im Umfang gleich geblieben sind. Zur Belebung des Exports halfen bei 40 Prozent der Unternehmen neue Handelspartner und bei 22 Prozent neue Technologien. Häufig wurde auch der schwache Kronenkurs durch die Deviseninterventionen der Tschechischen Nationalbank als Stimulus angegeben.

Konflikt in der Ostukraine (Foto: ČTK)
Risiken für den tschechischen Export bestehen laut den befragten Firmen besonders in der globalen politischen Entwicklung und der Wirtschaftslage außerhalb der EU. Für 42 Prozent bedeuten die instabile Lage im Nahen Osten und der Konflikt in der Ostukraine eine Bedrohung. Auch aus diesem Grund bezeichneten diesmal 35 Prozent der befragten Unternehmer Deutschland als Land mit den meisten Exportmöglichkeiten, während Russland in den Augen der Firmen hingegen deutlich an Perspektive verlor.

An der Umfrage hatten über 300 Firmen aus Tschechien teilgenommen.

Autor: Till Janzer
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