Tschechische Verleger nahmen an der internationalen Buchmesse in Frankfurt teil

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In Frankfurt am Main ging am Montag die internationale Buchmesse zu Ende. Die weltweit größte Bücherschau wurde nunmehr zum 53. Mal veranstaltet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stand das Gastland Griechenland. Aus über 100 verschiedenen Ländern reisten die Aussteller nach Hessen. Einen Überblick über die tschechischen Teilnehmer und eine Zusammenfassung der Buchmesse bringt unser Frankfurter Korrespondent Philipp Kauthe.

Eines steht fest: Die sechs Messetage waren ungewöhnlich still und stark geprägt durch die derzeitige weltpolitische Lage. Zählte man letztes Jahr noch 300 000 Besucher, so waren es diesmal knapp zehn Prozent weniger. Außerdem herrschten auf der Buchmesse extreme Sicherheitsvorkehrungen. Jede einzelne Tasche wurde am Eingang durchsucht, jeder einzelne Besucher aufs genauste kontrolliert.

Rund 6.600 Austeller waren diesmal auf der Buchmesse und präsentierten ihr Sortiment, über ein Drittel davon aus Deutschland. Besonders stark vertreten waren aber auch die Länder Großbritannien und die USA. 19 Aussteller kamen aus Tschechien. Ein Großteil von ihnen wiederum aus Prag, andere aber auch aus Städten wie Reichenberg und Brünn. Und dabei handelte es sich um eine sogenannte Kollektivausstellung. Das bedeutet: Alle tschechischen Verleger zeigten ihr Angebot auf einem kleinen Raum zusammengefasst. Und was dort ausgestellt wurde, das war wie man es inzwischen von den Tschechen gewohnt ist, ein breit gefächertes Sortiment. Von Kinderbüchern über Sportbücher, Wörterbücher, ganz allgemein Sachliteratur, Romane, Gedichte, bis hin zu Land- und Straßenkarten. Einige Lexika gab es parallel dazu auch auf CD-Rom, denn die elektronischen Medien haben auf der Frankfurter Buchmesse einen hohen Stellenwert. Und außerdem konnten die Besucher auch die Prager Zeitung erhalten, das deutschsprachige Blatt in Tschechiens Hauptstadt. Noch dazu zeigte man auf einer kleinen Leinwand Dokumentarfilme, zum Beispiel über die Prager Altstatdt.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an den Philosophen und Soziologen Jürgen Habermas. Am Rande sei erwähnt, dass der Friedenspreris 1989 an den heutigen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel verliehen wurde.