Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen in Prag

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Von Jitka Mladkova.

Eine Vielzahl Videokameras der tschechischen Polizei dient der Überwachung öffentlicher Plätze in der tschechischen Hauptstadt. Allein 22 Linsen observieren das Geschehen in der historischen Altstadt im 1. Prager Stadtteil. Die ersten der heute knapp 200 Überwachungskameras wurden bereits vor zwei Jahren an von der Polizei ausgesuchten Plätzen der Metropole installiert. Grund für den Einsatz der unauffälligen Beobachter ist laut Angaben der Prager Polizei die so genannte Straßenkriminalität. Straßenkriminalität, so heißt es, das sei vor allem: Autoklau, das Aufbrechen von Pkw, Angriffe auf Bürger, Schlägereien, Taschendiebstahl und Drogenhandel. Sicherheit, genauer: Innere Sicherheit - dieses Stichwort spielt nach den Anschlägen auf Washington und New York nicht nur in Krisenstäben vieler Regierungen sondern auch in der Öffentlichkeit die erste Geige. Klagen derjenigen Kritiker, die vor dem 11. September 2001 appellierten, man solle sich gegen den so genannten Überwachungsstaat wehren, finden kein Gehör mehr.

Überwachung hat Konjunktur. Videokameras sind nur eine vieler Möglichkeiten Bürger pauschal zu überwachten Objekten zu machen. Doch was einige verunsichert, gibt der Mehrheit heute das Gefühl der Sicherheit. Die Überwachung zeitigt Erfolge, hieß es auch jüngst - noch vor dem Terrorschlag - in der tschechischen Tagespresse. Nach Angaben von Polizeipressesprecher Jan Holub, sind die vielen Videokameras in Prag der Grund, dass bis Mitte August diesen Jahres 23 Straftäter gefasst wurden.