Wachsende Ausgaben, stabile Touristenzahlen

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Der Tourismus boomt. Weltweit geben immer Menschen immer mehr Geld fürs Reisen aus. Die Touristikbranche hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der am schnellsten wachsenden Zweige der Weltwirtschaft entwickelt. Die Investitionen im Bereich touristischer Infrastruktur sollen dieses Jahr nach Angaben der Welt Touristik Organisation (WTO) auf 657 Milliarden Dollar ansteigen. In diese Summe gehören neben Investitionen für Hotels auch der Ausbau von Flughäfen, des Schienen- und Straßennetzes, Museen und Galerien. Mehr dazu Daniel Satra.

Doch wie entwickeln sich die Fremdenverkehrszahlen der Tschechischen Republik? Nach Angaben des Ministeriums für regionale Entwicklung sind die Zahlen der ausländischen Besucher für den Zeitraum Januar bis Juni 2001 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Fast 48 Millionen ausländischen Gäste verzeichnete das Ministerium für das erste Halbjahr. Die meisten von ihnen kommen aus Deutschland gefolgt von Italien, Polen und Großbritannien. Nach wie vor beliebtestes Ziel der Reisenden ist Prag. Über 20 Millionen Touristen besuchen laut tschechischer Fremdenverkehrszentrale jedes Jahr die tschechische Hauptstadt. Schätzungen zu Folge sind 17 Millionen von ihnen nur für einen Tag in der Stadt. Der kleine Rest bleibt im Durchschnitt vier einhalb Tage an der Moldau. Prag, eine Stadt für den Kurzbesuch. Im vergangenen Jahr übernachteten insgesamt knapp 2 Millionen Reisende in Prager Betten. Mit 21 Prozent füllten 400 000 deutsche Touristen die meisten Hotels. 150 000 Gäste aus Großbritannien folgen mit weitem Abstand und brachten 8,5 Prozent in Prager Federn. Angaben der Tageszeitung Zemske Noviny zu Folge ist Prag damit auf Platz sechs der meistbesuchten europäischen Städte. Und wo lässt der Tourist in Prag sein Geld? Die Gesellschaft für Konsumforschung GfK in Prag errechnete, dass Tschechiens Besucher ein Drittel ihres Urlaubsbudgets für Übernachtungen ausgeben. 27 Prozent des Geldes wandert beim Einkaufen in tschechischen Kassen, weitere 24 Prozent gibt der Tourist für Nahrungsmittel aus. Ob böhmische Knödel oder amerikanische Burger spielt bei diesen Angaben keine Rolle.