Weitere staatliche Unterstützung für das Hotelgewerbe gefordert

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Hotels und Restaurants fordern Unterstützung von 4,5 Milliarden Kronen. Ministerium für Regionalentwicklung bereitet Hilfsprogramm vor.

Klára Dostálová (Foto: Archiv des Regierungsamtes der Tschechischen Republik)

Für das Programm COVID ubytování / COVID Unterkünfte, das Anbietern von touristischen Unterkünften die Verluste während der Corona-Krise kompensieren wird, soll der tschechische Staat 4,5 Milliarden Kronen (169 Millionen Euro) bereitstellen. Das forderte der Präsident der Assoziation der Hotels und Restaurants Václav Stárek am Mittwoch auf einer Pressekonferenz der tschechischen Wirtschaftskammer. Am Entwurf für das Hilfsprogramm arbeitet das Ministerium für Regionalentwicklung. Nach Angaben der Ressortchefin Klára Dostálová (parteilos für ANO) wird die Regierung darüber in der nächsten Woche verhandeln.

„Mit Hinblick darauf, dass wir in die Staatskassen jedes Jahr 130 Milliarden Kronen (5 Milliarden Euro) abführen, hätte eine solche Unterstützung wirklich Sinn. Sie würde unser Überleben sichern und eine Lösung zur Erstattung eventueller Schäden bieten. Wir hoffen, dass das gelingen wird“, sagte Stárek.

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Anbieter von Hotels, Pensionen und anderen Herbergen könnten laut Dostálová je nach Unterkunftskategorie 200 bis 400 Kronen (7,50 bis 15 Euro) pro geschlossenem Tag und Zimmer bekommen. Das betrifft in Tschechien etwa 210.000 Zimmer. Ihr Betrieb wurde wegen der Corona-Pandemie am 15. März verboten und ist seit dem 25. Mai wieder erlaubt.

Etwa 90 Prozent der Hotels und Restaurants bekommen bereits Geld aus dem Programm Antivirus zur Unterstützung der Beschäftigten. Laut Stárka wäre die Weiterführung dieses Programms wichtig. Die Regierung plant die Lohnzuschüsse noch bis Ende August auszuzahlen. Gewerkschaften und Arbeitgeber fordern eine Verlängerung mindestens bis Jahresende.