Zahl der Firmenpleiten in Tschechien zurückgegangen – Zahlungsmoral gestiegen

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Im November haben in Tschechien 61 Unternehmen ihren Bankrott gemeldet – das ist die niedrigste Zahl für einen Monat seit dem Inkrafttreten des Insolvenzgesetzes im Januar 2008. Gegenüber dem Oktober ist die Zahl der Bankrotterklärungen um 31 zurückgegangen. Das geht aus einer aktuellen Analyse hervor, die die Finanzberatungsfirma CRIF - Czech Credit Bureau am Donnerstag veröffentlicht hat.

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Zwei Drittel der gemeldeten Bankrotts entfallen auf zwei Branchen: 21 auf den Dienstleistungssektor und 19 auf den Handel. Im Jahrvergleich sei die Zahl der Insolvenzen in allen wichtigen Industriezweigen zurückgegangen, mit Ausnahme des Bauwesens. Hier habe man einen Anstieg von einem Prozent verzeichnet, sagt die Analytikerin von CRIF - Czech Credit Bureau, Věra Kameníčková.

Auch geografisch betrachtet ist die Anzahl der Bankrotterklärungen sehr unterschiedlich. Allein 22 Firmenpleiten wurden in Prag registriert, erst mit großem Abstand folgt der Südmährische Kreis, aus dem sieben Bankrotts gemeldet wurden. Weit höher ist indes die Zahl der persönlichen Insolvenzen. Hier lag im November der Südböhmische Kreis mit 106 Bankrotterklärungen vorn, gefolgt vom Kreis Ústí nad Labem / Aussig mit 97 Insolvenzen. Im Gegensatz dazu wurden aus dem Kreis Zlín nur 11 und aus der Hauptstadt Prag 23 persönliche Insolvenzen gemeldet.

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Der Rückgang der Bankrotte hängt ursächlich mit der konjunkturellen ökonomischen Situation in Tschechien zusammen. Im Zuge des Aufschwungs haben viele Unternehmen ihre Produktion erhöht, sie investieren und handeln wieder stärker. Dank dessen hat sich auch die Zahlungsmoral der Firmen verbessert. Im dritten Quartal haben die Firmen ihre Verbindlichkeiten im Schnitt innerhalb von 73 Tagen beglichen.