2G-Regelung in Hotels: Buchungen im Riesengebirge ins Stocken geraten

Špindlerův Mlýn

Nachdem die scheidende tschechische Regierung die 2G-Regel auch für Beherbergungsbetriebe erlassen hat, sind im Riesengebirge die Buchungen für die Wintersaison zum Stehen gekommen. Das berichtete das Nachrichtenportal Novinky.cz.

Riesengebirge | Foto: ČT24

Demnach gehen bei den Betreibern von Hotels und Pensionen in der Wintersportregion mittlerweile Ängste um, dass sich das Szenario der vergangenen Saison wiederholen könnte. Da durften die Lifte fast den ganzen Winter über nicht betrieben werden, weswegen nur ein Minimum an Gästen gegenüber früheren Zeiten kam.

„Fast niemand reserviert Unterkünfte, stattdessen werden Buchungen storniert“, sagte der Chef des Infozentrums in Špindlerův Mlýn / Spindlermühle, Martin Jandura, gegenüber Novinky.cz. Infolgedessen stünden die Hoteliers nun vor der prinzipiellen Frage, ob sie neue Beschäftigte einstellen und anlernen sollen oder eben nicht. Einen Beherbergungsbetriebe könne man nicht wie eine Schreinerei einfach schließen und dann wieder aufmachen, so Jandura.

Riesengebirge | Foto: Josef Vostárek,  ČTK

Die Liftbetreiber wiederum stehen eigentlich in den Startlöchern. In Malá Úpa / Kleinaupa beispielsweise soll kommendes Wochenende die Saison starten. Bis dahin müssen die Pisten beschneit sein. Nachdem aber in der benachbarten Slowakei wegen der vierten Corona-Welle die Lifte und Seilbahnen in der vergangenen Woche gestoppt wurden, sind auch die tschechischen Betreiber unruhig. Doch der Verband der Seilbahnunternehmen rechnet nicht mit einem ähnlichen Beschluss in Tschechien. Verbandschef Jakub Juračka verweist dafür auf ein Urteil des Obersten Verwaltungsgerichtshofs von Ende Mai dieses Jahres. Demnach war der generelle Stopp der Lifte und Seilbahnen hierzulande im vergangenen Winter von der damaligen Regierung nicht ausreichend begründet worden und daher nicht rechtens. Laut Juračka hat die angehende neue Regierung zudem bisher keine vergleichbare Maßnahme signalisiert.

Autor: Till Janzer
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