Antikommunistische Petition weiterhin wichtig
Auch dieses Jahr spricht man mit den Kommunisten nicht, fordern die Signatare der Petition die Öffentlichkeit auf. Mehr dazu von Dagmar Keberlova.
Die Petition entstand anlässlich der Einladung des tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus an den Kommunistenführer Miroslav Grebenicek zu Verhandlungen in das Schloss Lany im Mai vergangenen Jahres. Klaus' Vorgänger Vaclav Havel hatte mit den Kommunisten in den 13 Jahren seiner Amtsausführung nie gesprochen. Die Initiatoren der Petition "Mit den Kommunisten spricht man nicht" werden diese Woche die tschechische Regierung auffordern, die Kommunistische Partei Tschechiens zu verbieten. Die Kommunisten sind eine Partei, die sich von der totalitären Vergangenheit nicht distanziert hat, sondern sich zu dieser bekennt. Bis heute proklamieren die Kommunisten die Ideologie des Klassenhasses und der Diktatur des Proletariats, sagen die Organisatoren. Die Protestveranstaltungen werden auch dieses Jahr weiter gehen, sagte dem Tschechischen Rundfunk der Schriftsteller und Publizist Petr Placak: "Die wichtigste Aufgabe ist nach wie vor die Sammlung von Unterschriften für die Petition, die im vergangenen Jahr verfasst und bis heute von ca. 15 000 Menschen unterschrieben wurde. Wir bereiten weitere Veranstaltungen vor, wie es beispielsweise vergangenes Jahr das Konzert `Mit den Kommunisten spricht man nicht` war. Dieses Jahr sollte es einen größeren Umfang haben, wir planen eine Reihe von Konzerten, die bis zum November gehen sollen."
Der November sollte auch zum Monat gegen den Kommunismus ernannt werden. Der Schriftsteller Ivan Klima ist überzeugt, dass die Kommunisten die Zensur der Literatur wieder ins Leben rufen wollen:
"Die Zensur würden sie damit begründen, dass die Literatur allzu viel Brutalität, schlechte Moral oder Pornographie beinhaltet. Damit wären bestimmt viele Menschen einverstanden. Dann würden sie aber auch Angriffe auf die Kommunisten zensurieren."
Das Gericht kann eine politische Partei nur auf Ansuchen der Regierung oder des Präsidenten verbieten.







