Auslandsschulden Tschechiens sinken

Illustrationsfoto: Gerd Altmann, Pixabay / CC0

Die Auslandsschulden Tschechiens betrugen zu Ende vergangenen Jahres 4,301 Billionen Kronen (164,3 Milliarden Euro).

Gebäude der Tschechischen Nationalbank  (Foto: Paolo Rosa,  Flickr,  CC BY-NC-ND 2.0)

Im Jahresvergleich hat sich die Summe damit um 83,2 Milliarden Kronen (3,2 Milliarden Euro) verringert und entsprach 76,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Allein im letzten Quartal 2020 gingen die Auslandsschulden um 64,8 Milliarden Kronen (2,5 Milliarden Euro) zurück. Das ist vor allem auf eine niedrigere Verschuldung der staatlichen Institutionen zurückzuführen. Diese Angaben entstammen dem vorläufigen Bericht der Tschechischen Nationalbank (Česká Národní Banka, ČNB), der am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Auslandsschulden setzen sich aus der Summe aller Zahlungsverpflichtungen mit einer bestimmten Laufzeit zusammen.

Die staatlichen Institutionen haben einen Gesamtanteil von 17 Prozent an den Auslandsschulden. Der Bankensektor erhöhte sein Kontingent im vierten Quartal 2020 durch den Verkauf von Schuldbriefen mit kurzer Laufzeit an ausländische Investoren. Zum Jahresende lag sein Anteil damit insgesamt bei 40,5 Prozent. Die Ausstände aller anderen Sektoren bildeten 42,5 Prozent der Auslandsschulden.

Illustrationsfoto: pasja1000,  Pixabay / CC0

Die Privatwirtschaft ist insgesamt mit 74 Prozent an der Gesamtsumme beteiligt. Die restlichen 26 Prozent bilden Schulden des öffentlichen Sektors, wozu die staatlichen Institutionen gehören, außerdem Privateinrichtungen mit staatlicher Garantie sowie Subjekte mit mehrheitlich staatlichem Anteil.

„Bei der zeitlichen Struktur der Auslandsschulden nehmen die Verbindlichkeiten mit einer Zahlungsfrist von mehr als einem Jahr insgesamt 43,6 Prozent ein“, heißt es in dem ČNB-Bericht. Bei der Struktur der Verbindlichkeiten haben Schuldenfinanzierung und Schuldbriefe den größten Anteil – zusammen machen sie 48,4 Prozent aller Auslandsschulden aus.