Ausstellung in Krumau zeigt Leben und Werk von Pablo Picasso
Pablo Picasso gilt weithin als der bedeutendste Maler des 20. Jahrhunderts. Nun ist dem Begründer des Kubismus eine Ausstellung in den Klöstern von Český Krumlov / Krumau gewidmet.
Bilder, Lithographien, Skizzen, Grafiken und Privatgegenstände bringen den Besuchern der Ausstellung „Picasso Life“ in Krumau das Leben des spanischen Malers näher. Die Exponate stammen aus einer tschechischen Privatsammlung. Vilém Kabzan ist der Kurator der Schau:
„Wir wollen nicht nur Pablo Picassos Werk vorstellen, sondern auch sein Leben. Deshalb gibt es hier Dinge, die er selbst benutzt hat, etwa ein von ihm bemalter Kleiderbügel oder eine verzierte Laute. Wir präsentieren auch ein Konvolut originaler Keramik, das seine berühmten Faune zeigt.“
Die Gemälde weisen verschiedenste Stile auf, was laut Kabzan aber nicht überraschen darf:
„Picasso war während seines Lebens in rund 40 verschiedenen Stilen tätig und durchlief unterschiedliche Phasen. Er begann als Realist, dann kam der Surrealismus und später der Kubismus mit der analytischen und der synthetischen Unterform. Dass seine Werke so unterschiedlich sind, zeichnet sein Œuvre besonders aus.“
Zu den ausgestellten Privatgegenständen Picassos zählt etwa ein Notizbuch, das kaum entziffert werden kann. Außerdem wurden zahlreiche Ausstellungsplakate aufgehängt.
„Das ist ein bunter Mix an Postern. Einige sind besonders hervorzuheben, da Picasso selbst die Motive für die Plakate ausgewählt hat.“
Martin Malý ist der Direktor der Galerie in Krumau, die in einem ehemaligen Klosterkomplex untergebracht ist. Wie er in den Inlandssendungen des Tschechischen Rundfunks sagte, bedeute die Picasso-Ausstellung einen Neustart für seine Institution:
„Die Ausstellung ist das Ergebnis unserer Bemühungen, den hiesigen Räumlichkeiten frischen Wind einzuhauchen. Wir haben hier früher Illustrationen gezeigt, dann Bilder, die Krumau thematisiert haben. Aus fachlicher Sicht war das ein ausgezeichnetes Projekt, aber das kommerzielle Interesse war nicht sehr groß. Da wir mehr Besucher anziehen wollen, mussten wir mit etwas komplett Neuem kommen, das die Leute anspricht. Der Name Pablo Picasso ist den Menschen geläufig und eignet sich von daher sehr gut für den Neuanfang unserer Galerie.“
Die Ausstellung ist noch bis zum 8. April 2026 zu sehen – dem 53. Todestag Pablo Picassos. Die Exponate sollen bis dahin immer wieder ausgetauscht werden, wobei auch Werke von Picassos Weggefährten gezeigt werden – so etwa Arbeiten des Kubisten Georges Braque.
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