Benefizkonzert: Rundfunksinfoniker spielen ukrainische und tschechische Komponisten

Das Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks veranstaltet an diesem Montag im Prager Rudolfinum ein Benefizkonzert für die Ukraine.

Walentyn Sylwestrow | Foto: Smerus,  Wikimedia Commons,  CC BY-SA 3.0

Die erste Komposition, die beim Konzert der Rundfunksinfoniker erklingt, ist die „Elegie“ vom bedeutendsten ukrainischen Komponisten der Gegenwart, Valentyn Sylvestrov. Russlands Krieg gegen die Ukraine wirkt sich auch auf die Orchesterarbeit aus. Der designierte Chefdirigent des Orchesters, Petr Popelka, sagt, den Musikern seien Unsicherheit, Trauer und oft auch Ärger über die gegenwärtige Situation anzumerken.

„Es ist für uns schwer, weil wir in den Gedanken oft irgendwo anders sind als bei unserer Arbeit. So fühlen sich aber wahrscheinlich alle Menschen in der heutigen Zeit.“

Petr Popelka | Foto: Veronika Paroulková,  Tschechischer Rundfunk

Der Dirigent fügt hinzu, es sei sehr speziell, das Orchester bei einem Konzert zu leiten, das aufgrund einer Kriegssituation entstanden sei. Das Konzert sei jedoch, so Popelka, der Ausdruck einer Solidarität der Künstler, die selbstverständlich sei.

„Wir sind sehr froh, dass wir mit unserer Arbeit mindestens ein bisschen zum Gefühl der Normalität und zum Frieden beitragen können.“

Auf dem Programm steht des Weiteren das Hornkonzert B-Dur des ukrainischen Komponisten Reinhold Glière (1875-1956). Das Konzert spielt der renommierte tschechische Hornist Radek Baborák. Abschließend spielen die Rundfunksinfoniker Antonín Dvořáks Symphonie „Aus der Neuen Welt“.

Illustrationsfoto: René Volfík,  Tschechischer Rundfunk

Zu Beginn des Konzerts erklingen die tschechische und die ukrainische Nationalhymne, gesungen werden sie vom Kinderchor des Tschechischen Rundfunks. Der Erlös wird auf das Konto für die Ukraine der Hilfsorganisation Člověk v tísni überwiesen. Das Konzert wird live vom Tschechischen Rundfunk übertragen.

Das Benefizkonzert der Rundfunksinfoniker für die Ukraine beginnt im Rudolfinum um 19.30 Uhr. Es gibt noch Restkarten.

Autoren: Martina Schneibergová , Adéla Burešová
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