Böhmisches Weberfest

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Schlendert man durch das Berliner Neukölln, so muss man im Stadtteil Rixdorf unbedingt auch auf einen Ort stoßen, wo sich vor vielen, vielen Jahren Deutsche und Tschechen begegnet sind. Die zweitgenannten hießen damals eher Böhmen und waren auf der Flucht aus ihrem Heimatland. Der Grund: Ihre evangelische Religion, zu der sie sich bekannten und die im katholischen Böhmen nicht akzeptiert wurde. Das war im 17. Jahrhundert. Die Geschichte wiederholte sich im 18.Jahhundert. Viele Böhmen fanden damals Zuflucht in der Nähe von Potsdam und gründeten hier ihr eigenes Dorf. Nowa Wes hieß es, zu Deutsch Neudorf. Aus einem besonderen Anlass hat sich dort unser freier Mitarbeiter Julius Eschka kürzlich umgesehen und umgehört und dorthin lädt Sie jetzt auch Jitka Mladkova in der neuen Ausgabe von Begegnungen ein:

So lustig ging es an einem Juni-Wochenende in Nowawes in Berlin-Babelsberg zu. Als Anlass galt das mittlerweile 10.Weberfest, das an die herkömmliche zumeist Handwerkerbevölkerung des Ortes auf eine heitere Art und Weise erinnern soll. Seine Teilnehmer wurden zunächst von offiziellen Vertretern begrüßt, allerdings eher informell. So z.B. der Bürgermeister von Babelsberg:

Mit dem guten Wetter hat es zwar nicht funktioniert, aber mit dem vollen Erfolg schon! Herzlich grüßen ließ auch der tschechische Botschafter in Berlin, Boris Lazar, durch den neuen Kulturattaché der Botschaft, Frau Veronika Zertova, die seine Absenz auf eine wichtige Mission zurückführte:

Auf der Suche nach mehr Informationen zum Weberfest wandte sich unser freier Mitarbeiter Julius Eschka an einen Sachkundigen - den Pfarrer Stefan Flada - und erhielt eine erschöpfende Auskunft:

Also, wer bisher noch nicht beim böhmischen Weberfest in Babelsberg-Nowawes war, der muss einfach hin. - nächstes Jahr, übernächstes Jahr, in 10 Jahren, so lange und noch länger - wollen wir hoffen - bleibt das Fest bestehen und mit ihm auch der gute Anlass sich einander zu begegnen.

Autoren: Jitka Mládková , Julius Eschka
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