Corona-Pandemie: Deutlich weniger Firmengründungen in Tschechien

Der Einbruch der tschechischen Wirtschaft aufgrund der Corona-Pandemie behindert auch den unternehmerischen Geist im Land: Im vergangenen Jahr entstanden so wenige neue Firmen wie zuletzt 2016.

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Die Daten stammen vom Wirtschaftsberatungsunternehmen Bisnode A Dun & Bradstreet Company. Demnach wurden 2020 insgesamt 27.038 neue Unternehmen hierzulande angemeldet. Im vorvergangenen Jahr waren es noch 29.781 gewesen. Da zugleich viele Firmen pleitegingen, stieg die Gesamtzahl der Unternehmen nur in bescheidenem Umfang – und zwar um 11.555 auf 518.574.

Bei den Neuanmeldungen zeigen die Daten große Schwankungen je nach der Lage für die Wirtschaft. Dazu die Analytikerin Petra Štěpánová von Bisnode A Dun & Bradstreet Company:

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„Am schlechtesten war die Lage während des ersten Lockdowns im Frühling. Im April entstanden im Jahresvergleich 30 Prozent weniger neue Unternehmen, im März waren es 24 Prozent weniger. Und die drittschlechteste 2020er-Monatsbilanz gab es im Oktober, als der Handel aufgrund der zweiten Corona-Welle erneut beschränkt wurde.“

Im November lag laut Štěpánová das Minus allerdings nur noch bei 5,5 Prozent, und im Dezember wurde sogar eine kleine Steigerung von 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht.

Wie aus den Daten von Bisnode hervorgeht hatte der überwiegende Teil der Firmen im vergangenen Jahr die Rechtsform einer GmbH, und zwar knapp 95 Prozent. Der Rest waren Aktiengesellschaften.

Autor: Till Janzer
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