CzechInvest meldet Rekordzahl an Investitionsprojekten

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Die Agentur CzechInvest hat im ersten Halbjahr dieses Jahres 116 Investitionsprojekte vermittelt. Das ist nahezu das Dreifache im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres. Der Gesamtwert der Investitionen hat 78 Milliarden Kronen (2,84 Milliarden Euro) erreicht. Ihr Interesse, in Tschechien zu investieren, zeigen Firmen aus dem In- und Ausland. Die Projekte sollen mehr als 14.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

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Die Tschechische Republik wird immer häufiger zum Zielstandort ausländischer Firmen, die ihre Produktionsbetriebe hierher verlagern. Sie biete nämlich eine günstige strategische Lage mitten in Europa sowie relativ billige Arbeitskräfte und eine gute Infrastruktur, bestätigt CzechInvest-Generaldirektor, Ondřej Votruba.

„Die Tschechische Republik hat eine sehr entwickelte Infrastruktur – ein ziemlich dichtes Eisenbahn-, Autobahn- und Straßennetz. Die Industrieproduktion hat hierzulande eine lange Tradition und die Arbeitskräfte sind nach wie vor technisch gut ausgebildet, auch wenn ihre Zahl immer geringer wird. Zudem ist auch die Basis der Zulieferer sehr stark entwickelt – das ist ganz sicher ein Vorteil für Investoren“, sagt Votruba. Als Standortnachteile seien indes die ständig sinkende Zahl an technisch gut ausgebildeten Arbeitskräften als auch die ziemlich lang dauernde Zeit für Genehmigungsverfahren im Baugewerbe zu nennen, so Votruba.

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Die meisten Investitionen werden in Regionen realisiert, die eine hohe Arbeitslosigkeit aufweisen. So sollen in naher Zukunft fast 6000 neue Arbeitsplätze im Mährisch-Schlesischen Kreis und mehr als 3000 Plätze im Kreis Ústí nad Labem / Aussig entstehen. Dazu sollen in Tschechien 78 Milliarden Kronen (ca. 2,84 Milliarden Euro) investiert werden. Die größte Investition in Höhe von 23 Milliarden Kronen (ca. 840 Millionen Euro) plant der südkoreanische Reifenhersteller Nexen Tire in Nordböhmen. Von den einheimischen Unternehmen hat die Firma Brose CZ die größte Investition angekündigt. Sie will ihre Produktion von verstellbaren Sitzen und Schlosssystemen erweitern.

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Die Investoren haben sich vor allem in der Autoproduktion etabliert, die der dominante Industriezweig in Tschechien ist. Es folgen die metallurgische Industrie und der Maschinenbau. Der stärkste Auslandsinvestor auf Länderebene ist schon traditionell Deutschland, es folgen die Niederlande und die USA.