Das bronzene Wahrzeichen Prags: 75 Jahre Reiterstatue von Jan Žižka
Wenn Sie in Prag sind, können Sie Jan Žižka nicht übersehen: Das monumentale Reiterstandbild des Kriegsherrn blickt seit 75 Jahren vom Vítkov-Hügel auf die Stadt herab. Es ist eines der größten seiner Art auf der Welt.
Wer war Jan Žižka?
Ein hussitischer Kriegsherr, der an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert lebte. Er wurde als brillanter Stratege und Anführer der hussitischen Bewegung bekannt – und der Legende nach verlor er nie eine Schlacht, selbst nachdem er beide Augen verloren hatte. In der tschechischen Geschichte wird er bis heute als Symbol für Mut und Entschlossenheit verehrt.
Wie entstand das Reiterstandbild?
Die Idee für das Denkmal stammt aus dem 19. Jahrhundert, aber die Statue wurde erst 1950 fertiggestellt. Urheber war der Bildhauer Bohumil Kafka. Als Modellpferd wurde der Hengst Theseus aus dem Staatsgestüt in Tlumačov gewählt. Die gesamte Statue misst über 9 Meter, wiegt 16,5 Tonnen und besteht aus 39 Bronzeteilen, die vor Ort zusammengeschweißt wurden. Das Denkmal wurde am 14. Juli 1950 enthüllt, dem Jahrestag der Schlacht am Vítkov, in der die Hussiten unter Jan Žižka den Sieg über das Kreuzfahrerheer errangen.
Warum sollte man den Vítkov besuchen?
Nationale Gedenkstätte: Das funktionalistische Monumentalgebäude beherbergt Ausstellungen zur tschechischen Staatlichkeit und zur modernen Geschichte.
Aussichtspunkt: Von der Gedenkstätte hat man einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt.
Natur und Entspannung: Der Vítkov ist ein beliebter Park mit Wander- und Joggingpfaden, Spielplätzen und einem Fitnessstudio im Freien.
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