Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder zu Besuch in Tschechien

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Von: Jitka Mladkova und Lothar Martin

Der tschechischen und der deutschen Regierung ist es in den vergangen drei Jahren gelungen, die gegenseitigen Beziehungen zwischen ihren Ländern dermaßen zu verbessern, dass über kontroverse Themen ohne Aufregung verhandelt wird, die Stimmung bei politischen Treffen ist beinahe freundschaftlich und die Dynamik der bilateralen Kontakte ist deutlich angestiegen. In diesem Sinne charakterisieren übereinstimmend die meisten Medien der Tschechischen Republik den aktuellen Stand der tschechisch-deutschen Beziehungen am Tag der Dienstagvisite des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder in Tschechien. Wie Sie bereits unseren Nachrichten entnehmen konnten, besuchte der Kanzler am Dienstagvormittag die VW - Tochtergesellschaft Skoda Auto in Mlada Boleslav. Einen Bericht telefonierte uns Lothar Martin:

"Mit der Besichtigung des Stammbetriebs Skoda Auto Mlada Boleslav hat der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder heute seinen Besuch in der Tschechischen Republik begonnen. Vor der modernen Fabrik, in der das Modell Octavia vom Band läuft, wurde er vom Vizepremier und Wirtschaftsminister der Tschechischen Republik, Miroslav Gregr, begrüßt. In Begleitung von VW-Chef Dr. Ferdinand Piech, dem Aufsichtsratsvorsitzenden von Skoda Auto, Dr. Jens Neumann, und dem Vorstandsvorsitzenden von Skoda Auto, Vratislav Kulhanek, machte der Bundeskanzler einen Besichtigungsrundgang in der Octavia-Montage sowie im Presswerk und dem Rohbau für die neueste Fabia-Typenreihe. Schröder sagte nach dem Rundgang, dass er sich mit eigenen Augen davon überzeugen konnte, welch hohes Maß an Qualität durch die Manager und Produktionsarbeiter bei der Produktion der Skoda-Fahrzeuge an den Tag gelegt werde. Der Bundeskanzler musste von Letzteren aber auch erfahren, dass sie wenig Verständnis haben für die 7-jährige Übergangsfrist, die tschechische Arbeitnehmer nach dem Beitritt Tschechiens auf dem europäischen Arbeitsmarkt hinnehmen sollen. Zum beabsichtigten EU-Beitritt Tschechiens sagte Kanzler Schröder vor der anwesenden Presse, ich denke Tschechien, davon kann man ausgehen, wird in der ersten Gruppe derer, die der EU beitreten, dabei sein, denn Tschechien hat gute Fortschritte in den Verhandlungen gebracht, wie wir wissen, und das ist kein Wunder bei der Industriekultur, die dieses Land auszeichnet."