Deutschland und Österreich im Fokus: Bewerbung für Masterstudiengang läuft

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An der Prager Karlsuniversität läuft bis Ende Februar die Anmeldung für die Master-Studiengänge. Einer dieser Studiengänge konzentriert sich auf Deutschland und Österreich. Es ist ein spezialisiertes Feld mit einer überschaubaren Zahl an Studierenden.

Um den Master studieren zu dürfen, muss zuerst mit dem Bachelor die thematische Grundlage geschaffen werden. Seit 2009 gibt es an der Karlsuniversität gemeinsam mit dem Bohemicum der Universität Regensburg den dreijährigen Bachelor-Studiengang „Deutsch-Tschechische Studien“ mit Doppeldiplom. Absolventen haben somit nach der Uni nicht nur ein tschechischen, sondern auch einen deutschen Abschluss in der Tasche.

Illustrationsfoto: Europäische Kommission
Theresa ist 20 Jahre alt und steht kurz vor ihrem Doppelabschluss. Im Rahmen ihres Bachelors studierte sie bereits ein Jahr in Regensburg. Deswegen will sie dabei bleiben und auch noch den Master machen. Für sie steht fest: Der Master in „Deutsche und Österreichische Studien“ ist genau das richtige für sie:

„Mir hat bereits im Gymnasium Deutsch sehr Spaß gemacht. Außerdem gefällt mir der Masterstudiengang, weil man sich dort mit Geschichte, aktuellen Geschehnissen und Politik beschäftigt. Das war letztendlich das Entscheidende, das mich überzeugt hat.“

Foto: Ambro, FreeDigitalPhotos.net
Wo sie danach arbeiten wird, das weiß sie noch nicht. Theresa:

„Wir mussten während des Bachelors Praktika absolvieren. Ich habe bereits in zwei Firmen gearbeitet, und das war wirklich interessant. Man sieht, dass es Arbeitsplätze gibt, an denen Deutsch gesprochen wird. Ich habe aber noch keine konkrete Vorstellung, was ich später machen möchte.“

Die 22-jährige Veronika ist bereits seit einem Semester Masterstudentin des Studienganges „Deutsche und Österreichische Studien“. Hier stehen Zeitgeschichte, Politik und Kultur auf dem Seminarplan. Den Bachelor hat Veronika am gleichen Institut im tschechisch-sprachigen Studiengang „Internationale Territorialstudien“ gemacht. Dort wird vor allem darauf Wert gelegt, dass die Studierenden einen Überblick über geschichtliche Geschehnisse in aller Welt bekommen. Für den Master müssen sie sich schließlich entscheiden, auf welche Regionen sie sich vertiefen möchten. So haben sie unter anderem die Wahl zwischen Russland, Amerika, Österreich oder Deutschland. Veronikas Gründe für die Wahl des Masters in „Deutsche und Österreichische Studien“ sind einleuchtend:

„In Zukunft möchte ich nach Deutschland fahren und eventuell dort auch studieren. Außerdem habe ich einen deutschen Freund. Das war einer der Hauptgründe, weshalb ich mich für die deutsche und österreichische Region entschieden habe“, erzählt Veronika.

Deutschland soll es also sein. Wo genau sie eines Tages landen wird, das lässt sie noch auf sich zukommen:

Ota Konrád (Foto: Archiv des Österreichischen Kulturforums)
„Ich möchte eines Tages vielleicht in der Diplomatie, im Ministerium oder in einer NGO arbeiten. Eigentlich ist es mir egal. Hauptsache ich mache etwas, das mir Spaß macht und wo ich mich wohlfühle.“

Im Herbst wird erstmals auch der Studiengang „Deutsche und Mitteleuropäische Studien“ eingeführt. Im Rahmen dieses Faches verbringen die Master-Studierenden ein Semester an der Pädagogischen Universität in Krakau. Ota Konrad, der Leiter des Lehrstuhls, will die Studierenden aus ihrer Komfortzone herauslocken:

„Ein Auslandssemester soll die Studentenmobilität erhöhen. Die Studierenden lernen somit neue Professoren und neue Themengebiete kennen. Sie sollen während ihres Studiums eben nicht nur an einem Ort bleiben.“


Interessierte des Studienganges Deutsche und Mitteleuropäische Studien finden hier mehr Informationen: https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fknrs.fsv.cuni.cz%2FKNRS-246.html

Details zum Lehrstuhl für Deutsche und Österreichische Studien: http://knrs.fsv.cuni.cz/KNRS-66-version1-fsv_ims_letak_a4_krns_de_nahle.pdf